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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404219
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236878
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1114 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
  • II. Zivilrecht

Full text

A. Grundlagen. 
8 1. Rechtsphilosophie und Naturrecht. 
Die Rechtsphilosophie ist ein Zweig der Philosophie des Menschen, d. h. derjenigen 
Philosophie, welche die Stellung des Menschen und der menschlichen Kultur in der Welt 
und im Weltgetriebe zu ermitteln hat. Wie die sonstigen Kulturäußerungen des Menschen 
in die Höhe der Philosophie erhoben werden, indem man ihre Bedeutung im Weltganzen 
zu erforschen sucht, so auch das Recht. Die Rechtsphilosophie hat daher den Menschen 
als Kulturträger ins Auge zu fassen, und da die Kultur in stetem Fortschritt begriffen 
ist, wenn Welt und Menschheit nicht veröden soll, so hat die Rechtsphilosophie die Auf— 
gabe, das Recht als ein sich stets entwickelndes und fortschreitendes zu erkennen. 
Es war daher s. 3. nichts verkehrter und unphilosophischer als die Meinung, die 
— — 
von den Sternen herunter zu holen. Man verkannte vollständig, daß die Kultur und 
die Kulturäußerungen etwas anderes sind als die Naturgesetze, die sich stets gleich 
hleiben. Allerdings beruht auch der ganze Mensch und die ganze menschliche Entwicklung 
cchließlich auf animalischen und seelischen Gesetzen. Aber aus diesen Gesetzen ent— 
pringt infolge der steten neuen Mischung der Kräfte ständig etwas Anderes und Neues, 
und es wäre dieselbe Verwechselung, aus der Einheit der menschlichen Natur auf ein stets 
gleich bleibendes Recht zu schließen, wie wenn man etwa annehmen wollte, daß, weil die 
Naturgesetze die gleichen bleiben, auch die Naturerscheinungen sich niemals vermannia-— 
faltigen könnten. 
Die Anschauung von dem ewigen Rechte war mithin ein Grundirrtum; sie wäre 
nur von der Voraussetzung aus zu rechtfertigen, daß der Mensch sofort vollkommen ge— 
schaffen worden sei und die Bestimmung habe, stets auf der gleichen Vollkommenheit zu 
bleiben, also von der Voraussetzung, daß der paradiesische Zustand der dem Menschen 
entsprechende und angemessene sei. Dies hat s. 83. die theologische Wissenschaft angenommen, 
und von hier aus hatte es einen guten Sinn und Zusammenhang, an ein von Gott ein— 
gepflanztes Recht zu glauben, das höchstens infolge des Sündenfalles verloren worden 
feil. Ließ man aber diese theologische Vorstellung fallen. so hatte die Idee von einem 
Indes nimmt schon Thomas von Aquin zwar eine lex aeterna und eine aus der lex 
aeterna stammende lex naturalis an, Summa theoi. T. 2 qu. 91 4. 1-3; er nimmt auch an, daß die 
lex naturae im Grund allen gemeinschaftlich sei, I. 2 qu. 94 4. 4 jedoch mit Ausnahmen, und ebenso 
glaubt er, daß der lex naturalis nicht nur einiges zugesetzt, sondern von ihr mitunter auch etwas 
gestrichen werden könne: nonnulla propria suptrabi quae legis obserrantiam pro temporum 
varietate impedire possent, I. 2 qu. a. 5. Noch deutlicher spricht sich in diesem Sinne der 
pote Schüler des Thomas, Dante, aus, in einer Stelle, die ich bereits anderwärts erwähnt habe, 
Monarehia I I6): Habent namque nationes, regne ét eivitates inter se proprietates, quas 
legibus diflterentibus regulari bportet. Est enisa lex regula direetiva vitae. Aliter quippe
	        

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Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
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