Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404219
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236878
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1114 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
II. Zivilrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
  • II. Zivilrecht

Full text

J. Bruns-Lenel, Geschichte und Quellen des römischen Rechts. 165 
eine Eröffnung an beide Völker und betrifft die Abstellung von Übelständen, die bei 
beiden sich fanden: es gilt unzweifelhaft für beide!. — 
5. Im schärfsten Gegensatze hierzu stehen die Langobarden. Das kleine Volk, 
voll Kampflust und Wagemuts“ (Tacit. Germ. 40), hat zäh und treu wie kaum ein 
anderer Stamm sein Recht bewahrt. Als die Langobarden (568) sich zu Herren von 
Oberitalien machten, haben sie die römischen Verwaltungseinrichtungen vollständig beseitigt 
und die Römer als unterjochtes Volk behandelt. Staatsrechtlich und in den Beziehungen 
zu den Langobarden kommt deshalb auch für die Römer germanisches Recht zur Anwendung. 
Im Verkehre der Römer unter sich und vielleicht im Familien- und Erbrechte wird das 
römische Recht weitergegolten haben. Bis zur Mitte des siebenten Jahrhunderts (edictum 
Botharis) ist das langobardische Recht von römischem Einflusse ganz frei. Erst mit der 
Ausdehnung und Befeftigung des Reiches wird eine Einwirkung, namentlich im Urkunden— 
wesen, bemerlbar. Als es Karl dem Großen im Bunde mit dem Papste gelungen war, 
die Langobarden zu unterwerfen, galt auch für die Römer der fränkische Grundsatz der 
Personalität des Rechtes. 
6. Eeclesia vivit lege Romana, d. h. die Kirche als Anstalt wird nach römischem 
Rechte beurteilt (nicht der einzelne Geistliche). Dieser Satz gilt schon in den äliesten 
Volksrechten der Germanen (IJ. Rib. 58, 1) und scheint nie angefochten worden zu sein. 
Der Gruͤnd ist, daß die katholische Kirche eine aus dem römischen Reiche übernommene 
and aufrechterhaltene Einrichtung ist. Daher findet sich das römische Recht in den klirchen— 
rechtlichen Schriften, Entscheidungen, Bestimmungen und Sammlungen aller Zeiten stets 
als unzweifelhaft geltend vorausgesetzt. Die Hauptquelle wurde anfangs auch hier das 
Breviarium doch werden seit dem neunten Jahrhunderte auch Justinians Institutionen, 
Koder und Novellen, diese in Julians Epitome, benutzt, erst im elften Jahrhundert auch 
die Pandekten Das Näahere varuüber gehört in die Geschichte des Kirchenrechts. 
II. Die Wissenschaft. 
8 75. Das frühere Mittelalter. In Italien war Justinians Gesetzbuch 
nach der Eroberung des ostgotischen Reiches eingeführt. Es wurde hier sofort Gegenstand 
iner Art wissenschaftlicher Behandlung. Die sogencante Turiner Institutionenglosse, d. h. 
lurze auf den Rid iner Institutionenhandschrift geschriebene Erläuterungen, fällt wohl 
noch unter Justinian?. Sie zeigt Berührung mit der griechischen Wissenschaft, vielleicht 
wegen Gleichheit der Quellen. Sie ift spater durch Zutaten vermehrt. Weiter bekunden 
die Beschäftigung mit den Rechtsbüchern die summa Perusina (ein Koderauszug) aus dem 
iebenten Jahrhundert und Pistojeser Scholien zum verkürzten Koder?s. Die Rechtsbücher 
erden in juristischen und anderen Schriflen vielfach benutzt, vorwiegend freilich Koder, 
PNovellen und Institutionen, während die Pandekten zurücktreten, wenn auch nicht voll⸗ 
tändig vperschwinden. In Frankreich blieb eine Überlieferung des vorjustinianischen 
Nehtes, die sich an das Breviar anschloß, in fränkischer und kapetingischer Zeit bestehen; 
Abschriften der eollatio und der Regeln Ulpians sind noch im neunten bis elften Jahrhunderte 
demacht worden. Aber das römische Recht ist während dieser ganzen Zeit (bis zum 
Jahre 1100) in Italien und Frankreich auch schriftstellerisch behandelt worden. Nur über drei 
Frägen konn man streiten und streitet man lebhafts: wie ausgedehnt und aründlich der 
Bal. L. Hartmann, Gesch. Italiens im Mittelalter J 117f 
8 
Aussche Herausgegeben von Savigny, Geschichte des römischen Rechts im Mittelalter II 429; unter 
—* eidung der jüngeren Futaten von Keu ger, Zeer r v ziting, über die 
annte Turiner Institutionenglosse. 1870. 12 
und C —A— (1840). Ohiappelli, La glossa Pistoiese. 1885. Fitting 
bigrnettn Zither. f. RG., XXIIII. Wos O hz alle weitere Literatur) 
9 ing, Die Anfänge der Rechtsschule von Bologna. a auch a Literatur); 
andererseus M. Conrat. ——3 u —— 1884 (Einleitung). Val. Landsberg,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Deutsche Wirtschaft. Hobbing, 1926.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.