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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404219
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236878
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1114 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
II. Zivilrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
  • II. Zivilrecht

Full text

2. H. Brunner, Quellen und Geschichte des deutschen Rechts. 191 
Zahlreiche und umfassende Reformgesetze, die sowohl für die Goten, als auch für 
die Römer gelten sollten, erließ König Chindaspind (641 -652). Sein Mitregent und 
Nachfolger Reccesspvind (649 -672) stellte (nicht vor 654) aus den Gesetzen seiner Vor— 
fahren und aus seinen eigenen als Gesetzbuch für Goten und Römer einen systematisch 
geordneten Liber iudiciorum, die Lex Visigothorum Receessvindiana, her. Die aus 
dem Coder Leovigilds herübergenommenen Gesetze tragen darin die Überschrift Antiqua. 
Die jüngeren haben nach dem Vorbilde der römischen Konstitutionensammlungen den 
Namen des Gesetzgebers als Inskription an der Spitze. Eine neue Redaktion, die einen 
großen Teil der aͤlteren Gesehe durch Zusätze veränderte, veröffentlichte König Ervig 681 
Lex Visigothorum Ervigiana). Sein Nachfolger Egica (687—-701) erließ zwar eine 
Anzahl von Novellen, hat aber keine neue Ausgabe der Lex Visigothorum veranstaltet. 
Ebenfowenig dessen Sohn Wittiza, dem ein vereinzeltes in die Lex aufgenommenes Gesetz 
zugeschrieben wird. Eine Textform der Ervigiana, welche die jüngeren Novellen hinzu— 
gefügt hatte, erlangte die Bedeutung einer Lex Visigothorum vulgata. 
Das Gesetzbuch der Burgunder, die Lex Burgundionum, eine amtliche Samm— 
lung burgundifcher Königsgesetze, ist zum größten Teile das Werk des Königs Gundobad 
47423 16), nach dem sie auch als Lex Gundobada bezeichnet wird. König Gundobad 
ließ nämlich vor 5301 aus den Gesetzen seiner Vorfahren und aus seinen eigenen einen 
Laber constitutionum herstellen, der für Rechtshändel nicht nur zwischen Burgundern, 
sondern auch zwischen Burgundern und Römern gelten sollte. Schon früh zeigte sich das 
Bedürfnis nach Novellen. Solche wurden noch von Gundobad selbst, dann von seinen 
Nachfolgern Sigismund und Godomar erlassen und der Lex an passenden Stellen amtlich 
eingefügt oder angefügt. 
Die hervorragendste Schöpfung auf dem Gebiete der germanischen Gesetzgebung 
tellen in der Zeit der Volksrechte die Quellen des langobardischen Rechtes dar. 
Dieses wurde zuerst unter König Rothari, nicht ohne Verwertung römischer und west— 
gotischer Quellen, aufgezeichnet und 648 unter dem Namen Pdictus publiziert. Unter 
dessen Nachfolgern kamen Zusätze von Grimoald, die umfassende Gesetzgebung Liutprands 
und einige Gesetze der Koͤnige Ratchis und Aistulf hinzu. Aus dem Edictus Lango- 
bardorum wurde 829 — 882 für den Gebrauch des Herzogs und Markgrafen Eberhard 
von Friaul ein Rechtsbuch verfertigt, welches die denselben Gegenstand betreffenden Gesetze 
der einzelnen Könige zusammenstellt und sich deshalb Concordia de singulis eausis nennt. 
Auf Grund des Edikts, der Kapitularien und späteren Königsgesetze entwickelte sich in 
Italien eine rege juristische Tätigkeit, die in der Rechtsschule zu Pavia ihren Ausgangs- 
punkt hatte. Mit dem Edikte wurde das Capitulare Langobardorum zu einem Ganzen, 
dem Läber legis Langobardorum (Liber Papiensis), verbunden. Zwischen 1019 und 
1037 entstand für Schulzwecke eine Sammlung, die dem Gesetzterte Glossen und Gerichts- 
ormeln beifügte. Für den Gerichtsgebrauch wurde bald nach 1070 ein reichhaltiger 
Kommentar (Nxpositio) zum Liber Papiensis verfaßt. Eine neue Form erhielt das 
Rechtsbuch als sogen. Lombarda vor 1100, welche den Rechtsstoff systematisch ordnete, 
Meichfalls glossiert und im zwölften Jahrhundert kommentiert wurde. Von den sonstigen 
Quellen des langobardischen Rechtes ist das Cartularium Langobardicum hervorzuheben, 
eine im elften Jahrhundert entstandene Sammlung von Formeln, wie sie bei der traditio 
eartas vom Aussteller oder dessen Vorsprecher gesprochen wurden und von mündlichen 
Erklärungen, die der Abfassung gerichtlicher notitias vorausgingen. 
. „Leges Visigothorum. Eine kritische Ausgabe der westgotischen Gesetze, die 8. Zeumer 
für die Mon. Germ hist. veranflaltet, befindet sich im Druck, In der Oktavausgabe Fontes iuris 
manici antiqui in usum scholarum ex Mon. Germ. hist, separatim editi) liegen, vor die 
es LEurici und die Lex Réccessvindiana als Leges Visigothorum antiquiores ed Zeumer 
Di⸗ ur Zeit zugänglichste Ausgabe der Lex vulgata ist die bei Walter. Corp. 
* Lex Burgundionum. Ausg. von Bluhme, in den Mon. Germ. LI. II 525, besser von 
RN. von Salis in der Quartserie ver Teges, Sectio I. tomus 2, 1892. Einen genauen Abdruck 
einzelner Handschriften gab Valentin-Smmith, La Loi Gombeite 1880 f. 
Pdiotus Tangobardorum. Ausg. von Bluhme in den Mon. Germ. LL. IV, als Schul- 
ausgabe in 80 u. d. T. Fdictus cetereu ανοum ieges 1869. Liber legis Langob.
	        

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Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
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