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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
II. Zivilrecht (Fortsetzung)
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

11. Dorner, Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit. 211 
barkeit zählt das Verfahren extra ordinem und insbesondere nicht sa. M. Nußbaum 
S. 5) die prätorische in integrum restitutio. 
2. In Deutschland nahm die freiwillige Gerichtsbarkeit eine weit reichere Ent⸗ 
wicklung. Zu den schon dem rezipierten römischen Recht bekannten Angelegenheiten der 
freiwilligen Gerichtsbarkeit traten hinzu: die deutschrechtliche, als Form der Übereignung 
von Grundstücken vielfach aufrechterhaltene, wenngleich nicht gemeines Recht gewordene 
gerichtliche Auflassung, woraus die Einrichtung der behördlich geführten Grundbücher 
erwuchs; das Notariat als besondere, mit öffentlichem Glauben ausgestattete, zur Auf⸗ 
nahme öffentlicher Urkunden berufene Beamtung; die teils auf Antrag, teils von Amts 
wegen eintretende gerichtliche Fürsorge für den Nachlaß (Siegelung, Erbverzeichnung); 
endlich die Einrichtung der Handelsregister. Das ganze hierdurch umschriebene Rechts⸗ 
gebiet wurde teils als iurisdietio voluntaria, teils auch als iurisdictio mixta oder quasi 
eontentiosa bezeichnet, ohne daß sich ein bestimmter feststehender Sinn dieser Bezeich— 
nungen herausgebildet hätte. 
3. Das Verfahren bei Erledigung der bezeichneten Angelegenheiten (1, 2) fand 
zunächst keine besondere Regelung; seine Gestaltung blieb der Praxis überlassen. Teil— 
weise griff indessen im Interesse der Rechtssicherheit die Gesetzgebung des alten 
Deutschen Reichs ein. So erging zur Regelung der Formen der Notariatsurkunden 
üüher Rechtsgeschäfte, insbesondere der Testamente, die Reichsnotariatsordnung v. 8. Ok— 
tober 1512 und wurden die bei Vormundschaften der Obrigkeit (Obervormundschaft) zu⸗ 
kommenden Verrichtungen (Beeidigung der Vormünder, Verlangen der Sicherheitsleistung, 
Vermögensverzeichnung, Rechnungslegung) durch die Reichspolizeiordnungen von 1548 
und 1577 näher ausgestaltet. In der Folgezeit vollzog sich die weitere Entwicklung in 
den Einzelterritorien. Nur in wenigen derselben kain es zu einer umfassenderen 
Regelung der freiwilligen Gerichtsbarkeit: so für Preußen im zweiten Teil der All— 
gemeinen Gerichtsordnung (1795), für Württemberg in dem Gesetz über das Notariats— 
wesen vom 14. Juni 1848, für sterreich in dem Gesetz vom 9. August 1854 über 
das gerichtliche Verfahren in Rechtsangelegenheiten außer Streitsachen, für Baden in 
dem Gesetz über die Verwaltung der freiwilligen Gerichtsbarkeit und das Notariat vom 
28. August 1864, später ersetzt durch dasjenige vom 6. Februar 1879, für Sachsen 
in den Verordnungen, betreffend das Verfahren in nichtstreitigen Rechtssachen, vom 9. Januar 
1865 und 8. August 1868, zuletzt für Hefsen in dem Gesetz vom 6. Juni 1879, das Ver— 
fahren in Sachen der nichtstreitigen Gerichtsbarkeit betreffend. In anderen deutschen Staaten 
ergingen Gesetze beschränkteren Inhalts, insbesondere vielfach Notariatsordnungen. Allent— 
halben verblieb daneben dem Gerichtsgebrauch ein mehr oder minder weite— Spielraum. 
8 3. Quellen und Literatur des geltenden Rechts. 1. Die Quellen des geltenden, 
die freiwillige Gerichtsbarkeit regelunden Rechts gehören teils dem Reichsrecht, teils dem 
Landesrecht an. 
a. Als reichsrechtliche Quelle kommt vor allem das Gesetz über die An— 
gelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit vom 17. Mai 1898 
R.GBl. S. 189, auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vom gleichen Tage in abgeänderter 
Fassung veröffentlicht am 20. Mai 1898 im R.G. Bl. S. 771) in Betracht. Das Gesetz 
enthält im ersten Abschnitt (88 1-34) allgemeine Vorschriften für alle durch Reichsgesetz 
den Gerichten übertragenen AÄngelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (8 1), im 
zweiten bis zehnten Abschnitt (88 35184) besondere Bestimmungen für einzelne Arten 
von Sachen (vgl. unten F 28) und im elften Abschnitt (88 188 -200) Schlußbestimmungen. 
Für das neugeschaffene Reichsprivatrecht (bürgerliches und Handelsrecht), das vielfach eine 
Mitwirkung der Gerichte bei Gestaltung der Rechtsverhältnisse vorsieht, ergab sich die 
rgänzende reichsrechtliche Regelung der Zuständigkeit und des Verfahrens der Gerichte 
in diesen Angelegenheiten als unaͤbweisbeare Notwendigkeit, da eine landesrechtlich ver— 
schiedenartige Regelung die Einheit des materiellen Rechts gefährdet hätte. Diese im 
Art. 1E. G. z. B. G. B. vorgesehene reichsrechtliche Regelung in dem Umfange, der zur ein⸗ 
heitlichen Durchführung des materiellen Rechts erforderlich erschien, unternahmn das aenannte
	        

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Principes d’Économie Politique. Sirey, 1926.
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