Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
III. Strafrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

1. F. Wachenfeld, Strafrecht. 309 
Gleichfalls ein Delikt gegen ein Individualrecht ist der unlautere Wettbewerb, 
d. i. die mit unlauteren Mitteln durch Kundenfang bewirkte ökonomische Schädigung eines 
Geschäftsmannes (Gesetz zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs vom 27. Mai 1896). 
Nur zum Teil geht in diesem Delikt der Verrat von Geschäftsgeheimnissen (d 9 des 
angeführten Ges. vom 27. Mai 1896) auf. Der Verrat von Betriebsgeheimnissen ist 
nach verschiedenen Gesetzen strafbar (z. B. nach 88 105, 151 Gewerbeunfallversicherungs- 
gesetz vom 5. Juli 1900, 8 145 4 der Gewerbeordnung vom 830. Juni 1900, 8 14 
Ges. vom 24. Nai 1901). 
Zweiter Abschnitt: Verbrechen gegen Rechtsgüter 
der Gesellschaft. 
Die Gesellschaft beruht auf Familien. Sie verlangt Schutz ihrer Sitten und ihrer 
Religion, ungestörte Betätigung und Sicherung ihres Verkehrs durch Garantien für die 
Wahrheit der Verkehrsbeglaubigungsmittel. Demgemäß ergeben sich zunächst fünf Ver— 
orechensgruppen: 1. Verbrechen gegen die Familie, 2. Sittlichkeitsdelikte, 8. Religions— 
berbrechen, 4. Friedensstörungen, 5. Verbrechen gegen Treu und Glauben im Verkehr. 
kine 6. Gruppe bilden die gemeingefährlichen Verbrechen als Delikte gegen Rechis— 
Jüter unbegrenzter Kreise von Versonen. 
838. Verbrechen gegen die Familie. 
J. Personenstandsdelikte (F 169 St.G.B.). Die Zugehörigkeit einer 
Person zu einer bestimmten Familie nennt man Personenstand. Dieser ist kein Rechts— 
gut des einzelnen und von dessen Existenz unabhängig. Er umfaßt darum auch das 
cechtliche Verhältnis, in dem ein Verstorbener zu einer Familie stand. Ein totgeborenes 
dind hat aber nie Persönlichkeit besessen und nie in einem rechtlichen Verhältnis zu einer 
Familie gestanden. Deshalb wird man ihm gegenüber einen Personenstand uͤnd die 
Annahme eines Delikts verneinen müssen, wenn man nicht etwa für den Begriff des 
Personenstandes die tatsächliche Beziehung zu einer Familie genügen läßt. 
Eine Verletzung des Personenstandes ist durch dessen Veränderung und Unter— 
drückung, insbesondere durch Kindes-Unterschiebung oder -Verwechselung, zu begehen möglich. 
An sich ist es gleichgültig, ob sich die Handlungen gegen den eigenen oder einen fremden 
Personenstand richten. Das posilive Recht hat aber auf eine Bestrafung in ersterer Be— 
ziehung verzichtet. Wer sich einen falschen Namen beilegt, begeht noch nichts Strafbares, 
und wer den Namen einer anderen Person annimmt, nur dann, wenn er den Anschein 
erwecken will, als sei er gerade diese andere Person. Hatte die Täuschung keinen Erfolg, 
so liegt ein — allerdings strafbarer — Versuch vor. 
Das Delikt ist qualifiztert, wenn es in gewinnsüchtiger Absicht verübt wurde. 
— II. Ehedelikte. Die Ehe als Grundlage der Familie genießt einen besonderen 
Schutz, der sich sowohl auf die Eingehung als auch auf den Bestand derselben erstreckt. 
Nach ersterer Richtung ist strafbar die arglistige Eheerschleichung durch Ver— 
schweigung eines Ehehindernisses oder durch Täuschung (8 170 St. G. B.). 
Der Bestand der Ehe wird in formeller und in materieller Beziehung geschützt, in 
formeller durch Bestrafung der Bigamie (8 171 St. G. B.), in materieller durch Be— 
strafung des Ehebruchs“ (8 172 St. G. B.). 
Die Schließung der Doppelehe geschieht durch standesamtlichen Akt und ist darum 
ohne Rücksicht auf den Vollzug der copula ecarnalis strafbar. Anders beim Ehebruch, 
dessen Strafwürdigkeit gerade in der geschlechtlichen Verbindung mit dem rechtmäßigen 
Gatten einer fremden Ehe besteht. Die Rechtmäßigkeit fehlt sowohl dem Gatten einer 
materiell nichtigen als auch dem einer formell ungültigen Ehe. In beiden Fällen ist
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.