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Ein Arbeitstarifgesetz

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Bibliographic data

fullscreen: Ein Arbeitstarifgesetz

Monograph

Identifikator:
881660310
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3054
Document type:
Monograph
Author:
Sinzheimer, Hugo http://d-nb.info/gnd/118614711
Title:
Ein Arbeitstarifgesetz
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (X, 270 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Idee der sozialen Selbstbestimmung im Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Ein Arbeitstarifgesetz
  • Title page
  • Contents
  • Einführung
  • Die Grundformen zu einem neuen Aufbau des Tarifrechts
  • Die Idee der sozialen Selbstbestimmung im Recht
  • Der Entwurf eines Arbeitstarifgesetzes

Full text

200 Die Idee der sozialen Selbstbestimmung im Recht. 
Parlamente. „Zurzeit" — so faßt er seine Gedanken zu 
sammen — „stehen sich ein vielgestaltiges Ministerinnr einem 
in fachmännischer Beziehung ziemlich homogenen Parlamente 
gegenüber. Soll nun irgendein Gleichgewicht zwischen diesen 
beiden Organen der oberen Staatsmacht geschaffen werden, 
so müssen wenigstens ebensoviele qualifizierte Parlamente 
ins Leben gerufen werden, als es Ministerien gibt. Nicht 
nach Berufen oder Ständen, wie es die Rückschrittler aller 
Schattierungen träumen, hat das parlamentarische System 
seinen weiteren Ausbau zu erfahren. In diesem Falle wird 
weder der Dilettantismus, noch der Regierungspartikularis 
mus, an denen das Staatsleben krankt, ans der Welt ge 
schafft. Nach den großen Sphären des sozialen Lebens, etwa 
in Analogie zur inneren Teilung der oberen Staatsgewalt 
selbst (wie die Ministerien), müßte die Zusammensetzung der 
Fachparlamente vorgenommen werden." Koigen glaubt, 
daß eine solche Weiterbildung des parlamentarischen Staats 
systems mit den Ereignissen unserer sozialen Geschichte auf 
das innigste zusammenhänge. „Erst die Teilung der Staats 
gewalt in gesetzgebende, richterliche und exekutive Ge 
walten ... und dann die Teilung der das Ganze tragenden 
gesetzgebenden Gewalt in einzelne Organe!" Man kann noch 
die Worte anfügen, die er als demokratischer Kritiker des 
heutigen Parlamentarismus ausspricht: „Bei der Kompli 
ziertheit unseres sozialen Lebens reichen jedoch die bestehenden 
Parlamente keineswegs aus, um die Rechtsansprüche, die jetzt 
in den vielfältigen Beziehungen geboren werden, zu kodi 
fizieren und ihnen Rechtskraft zu verleihen. Die Kenntnisse 
der Abgeordneten genügen nicht dazu, und das Verhältnis 
der Wählergruppen, die das parlamentarische Tun am meisten 
angeht, zum Parlament ist in vielen Fällen ein loses. In 
den Parlamenten selbst macht sich ein verbrecherischer Hang 
zum Dilettantismus bemerkbar, den Volksgruppen aber bleibt 
nichts anderes übrig als vermittelst selbstgeschaffener Ver 
bände aller Art die fortwährend entstehenden Konflikte zu
	        

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Ein Arbeitstarifgesetz. Verlag von Duncker & Humblot, 1916.
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