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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

83 
6* 
te Arbeitsteilung, indem nämlich zwischen den Eierlieferanten, sei dies 
' Urproduzent oder der Händler, und zwischen den Gerber sich ein 
es Gewerbe einschiebt, nämlich die Albuminfabrikation. Sie zer- 
das Ei in Eigelb und Eiweiß, das Eigelb bringt sie in Fässern 
,en Handel, während von ihr das Eiweiß als Albumin an die 
Konditoreien und andere Gewerbe der Nahrungsmittelbranche, an Tuch 
druckereien, an Albuminpapierfabriken, für photographische Zwecke usw. *) 
an den Mann gebracht wird. Die Einführung der Faßeier bedeutet 
einen großen Fortschritt für die Glacegerberei, allerdings anfänglich nur 
im Sinne des Großbetriebes; denn die Faßeier machen die Glace 
gerberei von Konjunkturschwankungen, von spekulativen Machinationen 
ziemlich unabhängig, sie lassen sich von den Albuminfabriken, welche ja 
auch das Eiweiß zweckmäßig verwenden können, verhältnismäßig billiger 
beziehen, als das Eigelb der frischen Eier zu stehen käme; aber die 
Faßeier waren für den kleinen Handwerker anfänglich nicht brauchbar, 
weil das angebrochene Faß ziemlich schnell verarbeitet werden mußte 2 ), 
um das leicht verderbliche Eigelb nicht in Fäulnis übergehen zu lassen, 
eine Forderung, welcher natürlich nur der Fabrikant, nicht aber der 
kleine Handwerker genügen konnte. Damit kommen wir zur Frage der 
Konservierung der Faßeier. 
Die Konservierung der Faßeier erfolgte ursprünglich mit Salz, 
welches in einem Mengenverhältnis von 4—5 °/ 0 8 ) als trockenes Pulver 
beigefügt wurde, um den wirksamen Gehalt des Eigelbs nicht zu ver 
dünnen. Es sei gleich hier bemerkt, daß diese Konservierung von ihrem 
ersten Auftreten ab bis zum heutigen Tage Fälschungen geradezu provo 
zieren muß; denn es ist natürlich einträglich, das konservierende Salz 
zum Preise von 80—120 Mark pro 100 kg zu verkaufen ^); daher 
sehen sich, was natürlich ebenfalls wieder nur größeren Fabriken möglich 
ist, die Käufer bei Abschlüssen zu genauen Analysen der Faßeier ver 
anlaßt °). Die oben genannten 4—5% Salz erwiesen sich aber bald 
als ungenügend, besonders, seit die Faßeier bei ihrem Transport heiße 
Wegstrecken zu durchlaufen haben"). So hat man in der Folge eine 
ganze Reihe von Konservierungsmitteln vorgeschlagen und versucht, so 
Alauns Borsäure^), Carbolsäure, Salicylsäure e ), Kalk und andere, 
0 Gerber 1874, S. 135; Berliner Berichte 1901, Nr. 42, 4. Beilage. 
2 ) Gerber 1893, S. 4. -) Deutsche Gerberzeitung 1878, Nr. 37. 
*) Gerber 1874, S. 135. 
6 ) Vgl. Berliner Berichte 1898, Nr. 41, 3. Beilage. 
6 ) Gerber 1893, S. 282. ’) Gerber 1874, S. 135. 
8 ) Gerber 1888, S. 100. 
8 ) Berliner Berichte 1898, Nr. 41, 3. Beilage; Schönmanns Journal 1896, Nr. 9. 
10 ) Berliner Berichte 1901, Nr. 42, 4. Beilage; Schuh und Leder 1903, 
Nr. 31, S. 31.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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