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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

106 
Arzt des 2. nachchristlichen Jahrhunderts; er hat das medizinische Wissen 
seiner Zeit zusammengefaßt und systematisiert, und damit ein Gebäude 
geschaffen, welches bis zum Ausgang des Mittelalters in allgemeiner 
Geltung geblieben ist. So kommt es, daß wir in den medizinischen 
Systemen des Mittelalters die gleiche Einteilung der Geschmäcke finden, 
wie sie schon Galen gelehrt hatte, und wenn man die galenische Etymologie 
des Wortes azvTtir>oia kennt, so wundert man sich nicht, z. B. in den 
Aufzeichnungen der Gesellschaft der Lauteren Brüder etwa 950 n. Chr. 
zu lesen „Alaun und Kupfervitriol ziehen zusammen"*), 700 Jahre 
später noch in Bechers Schola Salernitanafl bei der Lehre von den 
Geschmäcken nicht nur das galenische Systen sondern sogar die galenische 
Etymologie wiederholt zu finden „sypika a Verbo Graeco sypho“, 
und diese „styptischen" Mittel „ziehen zusammen, machen dick und er 
kälten, dann sie ihrer irdischen Natur halber dick, kalt und trucken 
seynd" 3 ). Es ist der Inhalt der galenischen Lehre. Zufällig hat nun 
der gleiche Becher auch eine Phythologia, eine medizinische Pflanzen 
kunde geschrieben, und wenn die eben zitierten Worte natürlich haupt 
sächlich in Berücksichtigung ihrer Wirkung auf den menschlichen Körper ge 
schrieben sind, so zeigt eine Stelle der Phythologia aus dem Jahre 1663 ganz 
deutlich, daß man keinen Augenblick zögerte, diese Ansicht allen Ernstes auch 
auf die tierische Haut zu übertragen. Dort heißt es nämlich zunächst 
vom „Eychbaum" „Die Blätter, Rinden und Eicheln kühlen, trocknen 
und ziehen an" 4 * ), und vom Gerberbaum heißt es „der Gerberbaum 
zieht an und trocknet doch dabey, im dritten Grad er kühlt . . . Die 
Rinde oder das Häutlein, damit die Beeren umbgeben seynd, zeucht 
sehr zusammen ... Die Blätter, Rinden und Beeren sind kalt im 
dritten, trocken und anziehend im andern Grad . . . Die Gerber brauchen 
von diesem Baum die Blätter und Rinden, das Leder darmit zu gerben 
und dick zu machen" fl. Hundert Jahre später, im Schauplatz der 
Künste und Handwerke aus den Jahren 1766—67 finden wir folgende 
Sätze: „Die austrocknende und zusammenziehende Eigenschaft der Eichen 
rinde findet sich in verschiedenen anderen Pflanzen" 6 ). „Wenn eine 
Materie existierte, welche ebenso adstringierend und styptisch wäre als 
der Alaun, zu gleicher Zeit aber auch ebenso gemein als die Eichen 
rinde, so würde dies die beste sein, die Stärke des Leders zu vermehren 
und die Zeit des Garmachens abzukürzen" fl. Von der Sumachpflanze 
heißt es: „Dieser Strauch ist kühlend, trocknend und zusammenziehend, 
und der letzten Eigenschaft wegen wird er auch von den Saphianbereitern 
fl Dietericl 1876, S. 130. 
2 ) Becher 1663; Schola Salernitana S. 85—86. fl Ebenda. 
fl Becher 1663; Phythologia, S. 90. fl Becher 1663; Phythologia, S. 96. 
fl Schauplatz 1766, Bd. V, S. 315. fl Schauplatz 1766, Bd.V, S. 363.
	        

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A Critical Dissertation on the Nature, Measures and Causes of Value. The London School of Economics and Political Science (University of London), 1931.
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