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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

123 
und nicht das mindestens ein Jahr in der Grube liegende Lohleder. 
Auch zu Schuhfutter wurde schon im Mittelalter das schneller herge 
stellte und damit billigere Weißleder verwendet 7 ). Damit ist aber der 
Kreis des mittelalterlichen Weißlederverbrauchs noch keineswegs er 
schöpfend dargestellt; denn mit seiner Festigkeit und mit einer das loh 
gare Leder weit überragenden Schnelligkeit der Herstellung verbindet 
das Weißleder noch eine Eigenschaft, welche sogar für dasselbe namen 
gebend geworden ist, nämlich die weiße Farbe. Auf dieser Eigenschaft 
beruht seine Verwendung zu feineren Gebrauchsgegenständen; die kost 
baren Lederstickereien von Cordova^), das im Mittelalter so hoch ge 
schätzte vergoldete Leders, die berühmten spanischen Guadamecils zu 
Tapeten 4 ) waren hauptsächlich aus weißgarem, seltener aus feinem 
lohgaren Leder gefertigt. Malereien auf weißgarem Grunde waren 
nicht selten, und im Jahre 1800 brachte ein Nürnberger Kaufmann 
1200 Groß (das Groß zu 12 Dtzd.) auf weißem Leder gemalte Schuh 
blätter, also 172000 Stück, auf die Märkte nach Königsberg und 
Danzig 5 ). 
Eines sehr ausgedehnten Verbrauches erfreute sich endlich auch das 
Sämischleder. So wie heute noch bei den Bulgaren ganze Kleider 6 ), 
wie heute noch in Rußland Bettlaken, Unterkleider, Hosen, Jacken 7 ) 
in großem Maßstabe aus Leder gefertigt werden, so kleidete sich auch 
das Mittelalter in viel weiterem Umfange in Leder als wir das heute 
tun; die Hosen der Bauern und Handwerker bestanden aus sämischem 
Leder, und besonders die deutschen sämischen Hosen bildeten einen Gegen 
stand starker Ausfuhr^), so daß z. B. eine deutsche Firma in Venedig 
im 15. Jahrhundert einmal „1826 Par semessche hosen" 9 * * ) erhalten hatte. 
Auch sämischgares Ochsen- und Kuhleder wurde in großen Mengen 
verbraucht zur Kleidung der Kavallerie 70 ), überhaupt zu Armaturgegen- 
ständen von Militär 77 ), wie starken Gurten und Gewehrhängen 12 ) usw., 
so daß auch für die Sämischgerberei der Krieg einen gesteigerten Konsum 
bedeutete 78 ). Noch ein Konsument der Sämischgerberei verdient erwähnt 
zu werden, nämlich die Handschuhmacherei. Der Gebrauch des Hand 
schuhs in Deutschland läßt sich bis an den Beginn des Mittelalters 
zurückverfolgen. Kaiser, Könige und Bischöfe trugen bei feierlichen Ge 
legenheiten und gottesdienstlichen Handlungen Handschuhe, welches 
7 ) Fioravanti 1564, Bd. I, S. 91. -) Diercks 1887, S. 26. 
s ) Fioravanti 1664, Bd I, S. 91. 4 ) Davillier 1878, S. 33. 
°) Roth 1800, Bd. III, S. 190. °) Jmantschosf 1896, S. 31. 
7 ) Gerbercourier 1890, Nr. 10. 8 ) Stieda 1894, S. 90. 
9 ) Stieda 1894, S. 169. ") Schauplatz 1775, Bd. IV, S. 111. 
"l Weißkirchner 1896, S. 485. ") Schauplatz 1775, Bd. IV, S. 111. 
") Becher 1759, S. 1370.
	        

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Employment Psychology. MacMillan, 1924.
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