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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

124 
letztere z. B. im Jahre 1049 dem Abt von Casino durch ein Privilegium 
erlaubt wurde *). Die Fütterung der Panzerhandschuhe scheint dann 
ein eigenes Gewerbe herausgebildet zu Habens und unter den Ge 
schenken, welche die mittelalterlichen Städte alljährlich als Zeichen der 
Zollfreiheit einander übersandten, tritt frühzeitig der häufig sämisch- 
lederne Handschuh auf. So schenkt nach einem 1387 geschlossenen Ver 
trage St. Gallen an Nürnberg alljährlich u. a. ein Paar Hirsch- oder 
geislederne Handschuhe, kurz und breit mit drei Fingern 8 ), und Nürn 
berg schenkt an Mainz zwei Handschuhe von gelbem Leder ch. Auch 
weiße Handschuhe kommen vor; so beschenken sich Nürnberg und 
München 1323 gegenseitig mit zwei weißen Handschuhen B ), Trier er 
hält von Nürnberg ein Paar weiße Handschuhe ch, und Straßburg er 
hält zwei weiße linke bis an den Ellenbogen reichende schaflederne 
Falkenhandschuhe mit dem Daumen und zwei Fingern Z. Indessen 
waren Handschuhe ein Artikel mit verhältnismäßig geringem Absatz 
in Frankreich bis in das 17., in Deutschland bis in das 18. Jahr 
hundert. Erst seitdem die Handschuhe unter Ludwig XIV. für ein 
unentbehrliches Kleidungsstück eines Menschen von Bildung und Stand 
erachtet worden sind 8 ), stieg die Nachfrage und damit die Produktion, 
und hauptsächlich waren es jetzt nicht mehr die alten sämischledernen 
oder weißledernen, sondern die feinen glacelederuen oder glacierten 
Handschuhe, welche in größeren Mengen getragen wurden. Die Ver 
treibung der Hugenotten brachte die Industrie aus Frankreich haupt 
sächlich nach England, Deutschland, Österreich, aber was sie brachten, 
war doch mehr die Industrie als die Nachfrage nach ihrem Produkt; 
Mitte des 18. Jahrhunderts berichtet ein Säckler in Speier, daß nur 
sehr wenige sämische Handschuhe gekauft werden; manchmal in 4 bis 
5 Wochen nur ein Paar, da nur wenige Leute Handschuhe tragen, und 
weil die wenigen, so solche tragen, sich mit glacierten versehen 9 ). Aber 
schon am Ende des 18. Jahrhunderts scheint das Tragen von Hand 
schuhen allgemeiner geworden zu sein, wenigstens hören wir jetzt, daß 
auch die gemeinen Leute Handschuhe aus billigem weißgarem Schaf 
leder tragen 10 ). 
Wir sehen also, alles in allem, daß die Ledergewerbe des Mittel 
alters und bis in das 19. Jahrhundert eine im Vergleich mit heutigen 
Verhältnissen viel größere Bedeutung besessen haben; dann aber ergibt 
') Busch 1791, S. 210; Leo Ost, Lib. II. Chron. Casin. Kap. 82. 
-) Maier 1901, S. 1f. ->) Roth 1800, Bd. IV, S. 21. 
9 Roth 1800, Bd. IV, S. 28. ») Roth 1800, Bd. IV, S. 30. 
») Roth 1800, Bd. IV, S. 38. ’) Roth 1800, Bd. IV, S. 36. 
8 ) Rehlen 1855, S. 142. ») Speyer 1740—1754. 
10 ) Krünitz 1780, Bd. XXI, S. 460.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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