Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Entwicklung der Weißgerberei

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

135 
Die Zurichtung der gewöhnlichen weißgaren Felle, der schwereren 
weißgaren Ochsen- und Kuhhäute, sowie des ungarischen Leders geschieht 
häufig auf der sog. Reckbauk *), eine Arbeit, welche weniger zeitraubend 
und unter Umständen nicht so ermüdend ist. 
Damit sind die wichtigsten Arbeiten der Zurichterei erwähnt. Durch 
Befeuchten und Brechen werden die Felle für diese Arbeiten vorbereitet, 
eine Operation, welche heute durch Stauchen in Wasser oder durch 
Einlegen in angefeuchtete Sägespäne geschieht. Die Mainzer Hand 
schrift des 14. Jahrhunderts zeigt uns auch für diesen Fall einfache 
Zustände: Man nimmt Wasser in den Mund und spritzt es dann „wie es 
die Schneider über die Kleider machen" leicht auf die Häute, damit sie 
ganz wenig feucht werden und nicht zerreißen, wenn man sie mit den 
Händen zu reiben beginnt^). 
Kurze Betrachtung verdient noch das A u s h ä n g e n der zum Trocknen 
bestimmten Felle, weil diese bei den Weißgerbern offenbar anders auf 
gehängt wurden, als wir dies heute tun. Ausdrücke wie „stanngen 
beschlahen" 3 ) weisen nämlich, wenngleich das an keiner Stelle aus 
drücklich ausgesprochen ist, darauf hin, daß die Felle zum Trocknen 
nicht über die Stangen gehängt wurden; denn dabei trockneten offen 
bar die auf den Stangen aufliegenden Partieen viel langsamer als die 
rechts und links herunterhängenden und auf beiden Seiten der trocknenden 
Luft zugänglichen Hälften. Zur Vermeidung dieses Übelstandes hat 
man die Stangen mit Fellen beschlagen, d. h. man hat wahrscheinlich 
je zwei Extremitäten eines Felles mit Nägeln an den Stangen be 
festigt. 
Die im Eingang dieses Teiles aufgeführten Schemata für Weiß 
gerberei und Glacegerberei mögen zeigen, wie bei den feinen Ledern 
zur Erzielung höchster Zügigkeit sich ähnliche Operationen mehrmals 
wiederholen. Es läßt sich das gerade in der Zurichterei, viel deutlicher 
freilich noch bei lohgaren Ledern verfolgen, wie die Entwicklung von 
Geschmack und Ansprüchen bei den letzten Konsumenten immer mehr 
Operationen in die Zurichterei einschiebt. Ein Beispiel dafür bieten 
auch die eingangs angeführten Schemata der Pergamentfabrikation von 
emer Reihe aufeinander folgender Jahrhunderte. 
Nur auf eine einzige dieser Operationen, welche freilich weniger 
am Weißleder selbst als an gefärbten Weißledern oder an leichten Loh 
ledern ausgeführt wird, sei hingewiesen. 
Der orientalische Chagrin erfreute sich im 18. Jahrhundert be 
sonderer Beliebtheit zum Überziehen von Etuis, kleinen Koffern usw. 
hauptsächlich wegen einer nur diesem Leder eigenen eigentümlich ge- 
') Abbildung bei Krünitz 1795, Bd. LXVIII, Taf. 3, Fig. 4018. 
2 J Gerberzeitung 1867, S. 168. 3 ) Nürnberg 1635, M. S., 452.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.