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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

165 
einer bestimmten Richtung. Daher geschieht die Bearbeitung auf einer 
Unterlage mit einem Werkzeug. 
Für die handwerksmäßigen Operationen des Entfleischen^ Ent 
haarens, Ausreckens, Narbenabziehens, haben wir als schließliche Unter 
lage den Schabebaum, und daher als schließliches Werkzeug die mehr 
oder weniger konkaven Eisen kennen gelernt. 
Zur handwerksmäßigen Operation des Schlichtens wurde das Fell 
in den Schlichtrahmen geklemmt und mit dem Schlichtmond bearbeitet. 
Die handwerksmäßige Operation des Stollens wurde, wie wir 
gesehen haben, auf dem Stollpfahl vorgenommen. 
Wie man sieht, zerfallen diese handwerksmäßigen Operationen 
auf Grund der dabei in Anwendung kommenden Werkzeuge in drei 
Klassen, und es ist gewiß interessant, zu sehen, wie auch die zur Durch 
führung dieser Operationen konstruierten Maschinen sich in die gleichen 
drei Klassen teilen lassen. 
Betrachten wir die Entwicklung der ersten Klasse von Maschinen. 
Als ein wichtiges Werkzeug der hier in Betracht kommenden Reihe von 
Operationen haben wir den Schabebaum kennen gelernt, welcher die 
Unterlage für das Fell bildet, und dessen Form von bestimmendem 
Einstuß auf die Gestalt der arbeitenden Werkzeuge gewesen ist. 
Daher beginnt in der Entwicklung der für diese Arbeiten in Be 
tracht kommenden Maschinen die Unterlage mit dem Schabebaum. 
Bagnall in der Grafschaft Lancaster ließ sich unter dem 21. März 
1801 ein Patent für eine Maschine geben, bei welcher über die ans 
schiefen Bänken liegenden Häute durch Hebelwerk mehrere Schabmesser 
geführt wurden *). Die „Conus-Enthaar- und Reinmachmaschine" der 
Maschinenfabrik Moenus besitzt als Unterlage heute noch einen großen 
hölzernen Conus, welcher nichts weiter als einen modifizierten Schabebaum 
darstellt. Wir sehen also, das alte Gerberwerkzeug, des Schabebaums, welches 
das Endglied in der Reihe der Unterlagen für den handwerksmäßigen 
Betrieb gebildet hat, stellt nunmehr den Anfang in der Entwicklung 
der maschinenmäßigen Technik dar, und es hat sich sogar noch bis heute 
seinen Platz unter den Organen einer Maschine zu behaupten gewußt. 
Da jedoch der Schabebaum nicht zu einem kontinuierlichen Prozesse 
führen kann, weil bei dieser Unterlage immer nur einzelne neben 
einander gelegene Partieen zur Bearbeitung gelangen, suchte man 
nach einer Unterlage, welche es gestattete, die Haut ihrer ganzen Breite 
nach auf einmal zu bearbeiten. Durch einfaches Ausbreiten der Haut 
auf einem flachen Tisch wird die Haut in eine Form übergeführt, 
welche außerordentliche Ähnlichkeit — in bezug auf die mechanische Be 
tz Ann. d. Arts Bd. IX, S. 271; Leuchs 1828, S. 134; Pelzer 1837, S. 269.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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