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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

300 
nicht so ist. Das oben angeführte Unternehmen mit 6000 Arbeitern 
besitzt diese große Arbeiterzahl nur auf Grund seiner Eigenschaft eines 
kombinierten Betriebes; die Weißgerbereien selbst in so großen Betrieben 
sind verhältnismäßig klein, wie überhaupt Weiß- und Glacegerberei 
höchstens in mittleren Betrieben, meist sogar, wie die Sämischgerberei, 
in kleineren Betrieben vorkommen; denn bei solchen Beurteilungen 
handelt es sich immer um das Verhältnis, um den Maßstab, und 
letzterer gestaltet sich eben in vegetabilischen und Chromgerbereien zu 
einer außerordentlichen Größe. Ich habe oben schon *) die Leistungsfähig 
keit einer Chromchevreaux-Fabrik in Philadelphia erwähnt. Es sei hier 
noch ein Beispiel angeführt: im Ledermarkt wird 1906 die Zukunft 
der kleinen Betriebe in Amerika besprochen; dort heißt es: „Wenn ich 
von kleinen Gerbern spreche, so denke ich dabei an solche, welche täglich 
300—500 Hälften und 500—1500 Kalbfelle machen. Diese wurden 
noch vor 10 Jahren als große Gerber angesehen, heute aber sind Gerber 
da. welche täglich 800—2000 Hälften machen, und eine Firma schickt 
sich an, ihren Betrieb so zu vergrößern, daß sie täglich 4500 Hälften 
Narbenleder außer den Spaltstücken herstellen kann" *). Wir sehen 
hier, wie alle Verhältnisse in einer Umbildung begriffen sind, der Maß 
stab wächst ins Riesengroße; da aber die Verhältniszahlen für die 
Konstanz von vorhandenen Zuständen notwendig die gleichen bleiben 
müssen, so müssen sich die kleinen Betriebe und auch das Handwerk 
diesem höheren Maßstabe anpassen. Daher ist es wohl nicht angängig, 
als Handwerk schlechthin alle Betriebe zu bezeichnen, wenn sie nur 
1—5 Arbeiter beschäftigten, sondern um den Betriebsumfang des Hand 
werks richtig angeben zu können, ist es nötig, die Zahl und die Größe 
der in jedem Gewerbe vorhandenen großen Betriebe zu kennen. Wie 
schon mehrmals angedeutet, gibt uns die Statistik kein Mittel an die 
Hand, für die verschiedenen hier aufgestellten Kategorieen der Weiß 
gerberei im weiteren Sinne des Wortes zahlenmäßig Verhältnisse zu 
finden; die allgemeinen Zahlen aber für Gerberei oder Lederindustrie 
sind für uns hier unbrauchbar s ). 
Die verschiedenen Phasen des Konkurrenzkampfes der 
Produktionsprinzipien untereinander und sein Ergebnis haben wir 
bereits dargelegt; wir haben gesehen, wie die Absatzgebiete für Weiß und 
Sämisch wie auch für Glace immer kleiner geworden sind Z; den Kampf 
zwischen Handwerk und Großbetrieben haben wir ebenfalls verfolgt, und hier 
haben wir gesehen °), daß das Handwerk in seinen neueren Formen der 
') Vgl. S. 120. *} Ledermarkt 1906, Nr. 68, S. 15. 
3 ) Siehe diese entweder in den stat. Jahrbüchern oder in Berliner Berichte 1909, 
S. 1278; oder Jörissen 1909, S. 162, 163, Anhang S. 100. 
*) Vgl. S. 125 ff. °) Vgl. S. 286 ff.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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