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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

301 
Weiß- und Rotgerberei sowie der Glacegerberei vorerst existenzsähiger 
zu sein scheint, soweit nicht die oben dargelegten Verhältnisse einen 
Rückgang desselben bewirken. Der Einfluß der Abgaben aus Häute 
und Leder, welcher ost einen sehr störenden Charakter angenommen 
hat*), der Übergang der Lederschaugebühren in Lederzölle 2 ), Export 
prämien, Schutzzoll und Finanzzoll in seinem Einfluß aus die Leder 
industrie^) und endlich der Veredlungsverkehr, welcher zwar sür die 
Handschuhindustrie, aber nicht sür die Weißgerberei von Bedeutung ist 4 ), 
das alles kann in diesem speziellen Zusammenhang keine Berücksichtigung 
flnden. Auf den Einfluß der Kriege auf das Ledergewerbe wurde 
schon mehrmals hingewiesen"); im 19. Jahrhundert beeinflussen sie 
hauptsächlich durch ihren direkten Bedarf auf Grund der Umgestaltung 
der Produktionsprinzipien nur noch die vegetabilische Gerbung, und 
damit die Werkstätten ihrer Ausübung, während die Weißlederindustrie 
nur indirekt von den Kriegen alteriert wird; so ging die Berliner 
Weiß- und Sämischgerberei nach den Kriegen von 1813/14 ein, weil 
die in den Rheinlanden blühende Lederindustrie, welche ihren Absatz 
nach Frankreich versperrt sah, nun auf den deutschen Märkten zu domi 
nieren begann"). Umgekehrt war, worauf ja auch schon hingewiesen, 
der Erfolg von 1870/71; denn als nach dem siegreichen Ausgang dieses 
Krieges die ausländischen Aufträge speziell für Handschuhleder und für 
Handschuhe nicht mehr nach Frankreich, sondern nach Deutschland flössen, 
nahm die Handschuhsabrikation in Deutschland tagtäglich einen größeren 
Aufschwung; diese so bedeutend erhöhten Ansprüche an die Leistungs 
fähigkeit der Fabriken führten zur Gründung vieler neuer, großenteils 
mehr auf den Kaufmann als auf den Gerbereiverständigen aufgebauter 
Etablissements. Die Rückwirkung dieser plötzlichen ungesunden Ent 
wicklung der deutschen Handschuhindustrie blieb nicht aus; denn nach 
dem die ersten Waren an ihrem Bestellungsort angelangt waren, sahen 
die Besteller, daß dieselben sich mit der früher aus Frankreich bezogenen 
Ware nicht messen konnten; daher reduzierten sich die überseeischen Auf 
träge sehr bald wieder auf die ursprüngliche Größe, und die Handschuh- 
industrie, und damit die Glaccgerberei, gingen stark zurück?) In der 
Folge nahm dann die deutsche Glacelederindustrie im erfolgreichen Kon- 
tz Vgl. z. B. Schauplatz 1775, Bd. IV, S. 124. 
tz Vgl. Leder-Schau-Ordnung 1773; Würzburg 1728. 
tz Vgl. Jörissen 1989, S. 379; Gülich 1830, Bd. IV, S. 266, 269; Gunzen 
hausen 1798—1804; 1803. *) Vgl. Jörissen 1909, 392. 
tz Vgl. Würzburg 1702; Schauplatz 1766, Bd. V, 324; Gunzenhausen 1798 
bis 1804; 1800; Würzburg 1818/1819; Bormans 1863, S. 7b; Gerber Courier 
1901, Nr. 3b; 1890, Nr. 8 u. 10; Behr 1908, S. 23; Deutsche Gerberzeimng 1883, 
Nr. 48; 1876, Nr. 47, Beil. °) Wicdseldt 1898, S. 73, 91, 364. 
tz Lederausstellung 1878, S. 19b.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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