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Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Monograph

Identifikator:
891221816
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76666
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Georg D. W. Callwey
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (231 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

94 
keinen Gewinn bringe, da doch der Kurs nur dadurch gehalten werde, daß 
man die Renten selbst zu einem höheren Kurse kauft. Dies ist aber* 
deshalb nicht richtig, weil ja eine relativ geringe Menge von angekauften 
Renten häufig ausreicht, den Kurs der übrigen zu stützen. Sehen die Renten 
besitzer, daß sich der Kurs hält, so verzichten sie auf die Veräußerung der 
Renten, während ein geringes Sinken des Kurses oft rasche Kursstürze bewirkt, 
wenn überhaupt einmal Mißtrauen auf dem Markte Platz gegriffen hat. Einige, 
die das Sinken der Kurse beobachten, verkaufen rasch, um nicht noch mehr 
zu verlieren. Durch diese Verkäufe selbst wird der Kurs weiter sinken, was 
wieder neue Verkäufe zur Folge hat. Umgekehrt treibt das Publikum zuweilen 
auch die Kurse in die Höhe. 
Wir sehen schon aus diesen flüchtigen Bemerkungen, daß man aus der 
Tatsache der Kursveränderung nur wenig schließen kann, ebensowenig aus der 
Höhe des Zinsfußes, mit dem ein Staat seine Anleihen ausstatten muß, um 
Geld zu bekommen. Wenln der Rentenkurs niedrig ist, so glauben viele, daß 
dies nur daraus zu erklären sei, daß der Kredit des Staates unterhöhlt ist und 
die Zeiten schlecht sind. Dies ist manchmal richtig, aber keineswegs immer. 
Der Kurs der Renten kann gerade deshalb niedrig stehen, 
weil ein allgemeines Blühen und Gedeihen einsetzt, 
welches den Industriellen große Gewinne sichert. Neh 
men wir an, im ersten Zeitpunkt in Tabelle XVII trage die Staatsrente 
4 K jährlich, der Zinsfuß, zu dem Eimlagen verzinst werden, sei mit 4o/o ange 
setzt. Das heißt: 100 K tragen mir in der Bank ebensoviel, wie eine Staats 
rente. Wenn ich nun mein Geld ebenso gerne in Staatsrenten, wie als Einlage 
verzinse, so werde ich eine Staatsrente, die mir 4 K trägt, mit 100 K zu 
kaufen bereit sein. 
Tabelle XVII. 
Abhängigkeit der Rentenkurse vom Zinsfuß 
Zeit 
punkt 
Staatsrente 
trägt 
jährlich 
Einlagen 
zinsfuß 
Kurs 
der 
Staatsrente 
ti 
4 K 
4»/o 
100 K 
t2 
4 K 
8 o/o 
50 K 
ts 
4 K 
2 o/o 
200 K 
Nun steige die Verzinsung in der Bank auf 8o/o, die Gründe können ver 
schiedene sein. Es kann dies damit Zusammenhängen, daß man sehr schwer 
Geld bekommt, aber möglicherweise auch damit, daß die Dividenden der 
Aktiengesellschaften im Steigen begriffen sind. Die Banken müßten fürchten, 
ihre Einleger zu verlieren, da diese ihr Geld lieber zum Aktienankauf ver 
wenden, als es in die Bank zu legen, falls der Zinsfuß nicht in die Höhe 
geht und dazu anreizt, Geld lin die Bank zu tragen. Die Banken können aber 
in solchen Zeiten wieder höhere Zinsen ihren Einlegern Zusagen, weil sie 
ja selbst Aktien kaufen Und daher an den erhöhten Gewinnen teilnehmen. Dies 
Steigen des Zinsfußes, das mit einem Gedeihen der Industrie zusammenfällt, 
bewirkt sofort ein Fallen des Rentenkurses auf die Hälfte. Ein Papier, das 
mir 4 K trägt, würde ich nur mit 50 K bezahlen, wenn ich in der Bank für 
100 K 8 K Zinsen bekomme. Wir sehen an diesem Beispiel, daß zuweilen 
ein niedriger Rentenkurs eine Folge allgemeinen Aufschwunges sein kann. 
Umgekehrt wie der steigende Zinsfuß wirkt der fallende Zinsfuß. Der fal 
lende Zinsfuß selbst kann wieder verschiedene Ursachen haben. Er kann auf 
eine abnehmende Geldknappheit hinweisen, aber auch auf ein Stagnieren in 
den Unternehmungen, die sich nur niedrig verzinsen. Der hohe Zinsfuß kann 
auf große Dividenden hindeuten, er kann aber auch der Ausdruck äußersten
	        

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Kommentar Zum Gesetz Über Eine Kriegsabgabe von Vermögenszuwachs Und Zum Gesetz Über Eine Außerordentliche Kriegsabgabe Für Das Rechnungsjahr 1919 Vom 10. September 1919. Verlag von Otto Liebmann, 1920.
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