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Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Monograph

Identifikator:
891221816
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76666
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Georg D. W. Callwey
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (231 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

124 
internationalen Handel im allgemeinen beide beteiligten Parteien zu leiden 
haben ; ob aber beide gleich viel leiden, das ist eine durchaus konkrete 
Frage; eine allgemeine Antwort läßt sich auf dieselbe 
nicht geben. Norman Angell hat in seinem Buche „Die große Täuschung“ 
obige Behauptung aufgestellt, ohne daß es ihm aber gelungen wäre, sie zu 
beweisen. Seine sehr lesenswerten Ausführungen zeigen nur, daß die Komplika 
tion des heutigen Weltmarkts eine isolierte Beeinflussung in einer einzigen 
Richtung schwer, ja unmöglich macht. 
Wenn wir von den Schädigungen sprechen, die ein Weltkrieg der Zukunft 
nach sich ziehen kann, empfiehlt es sich, einen Blick auf die Ziffern des inter 
nationalen Handelsverkehrs zu werfen. Denken wir uns einen Zusammenprall 
zwischen Tripleentente und Dreibund. Welche Handelsentwicklung Deutsch 
lands Rußland gegenüber steht auf dem Spiele, welche Vorteile kann eventuell 
England dadurch erringen, daß Deutschland zeitweilig ausgeschaltet wird? 
Tabelle XXVIII gibt uns davon einen, wenn auch nur ungefähren Begriff. 
Tabelle XXVIII. 
Rußlands Handel mit Deutschland und England 
in Millionen Rubel 
Einfuhr aus: 
Deutschland . 
England . . • 
1906 
270 
104 
1907 
316 
115 
1908 
320 
121 
1909 
363 
127 
1910 
450 
154 
1911 
488 
155 
Ausfuhr nach: 
Deutschland . 
England . . . 
1906 
284 
225 
1907 
291 
228 
1908 
279 
220 
1909 
387 
289 
1910 
391 
315 
1911 
490 
337 
Die zunehmende Beteiligung Deutschlands am russischen Außenhandel trägt 
natürlich nicht dazu bei, einen Krieg mit Rußland besonders wünschenswert 
erscheinen zu lassen, zumal Deutschlands Politik überhaupt darauf aus ist, es 
sich mit Rußland nicht ganz zu verderben. In einem Weltkrieg kann 
England unter Umständen Deutschlands Seehandel völlig 
lahmlegen und Rußland allein mit Waren versorgen. Zwar 
wissen wir, daß auch kleine Flotten Erfolge erzielen können, wie dies bei 
Lissa der Fall war, aber solche Erfolge sind überaus unwahr 
scheinlich. Freilich, wenn der Krieg siegreich für Deutschland endigt, 
kann es den Handelsvertrag mit Rußland zu seinen Gunsten einrichten ; aber 
ob die während des Krieges erlittenen Schäden damit aus 
reichend gedeckt sind, bleibt fraglich, zumal man selbst nach 
einem siegreichen Kriege kaum alle jene Bezieh^ungen beseitigen könnte, welche 
die Engländer inzwischen in Rußland angeknüpft haben dürften. Dazu kommt 
noch, daß in solchen Fällen auch dritte Staaten Boden gewonnen haben können, 
und aut deren Tätigkeit hat selbst der Sieger begreiflicherweise nur geringen 
Einfluß. Die Intervention Dritter läßt Zollkriege also überaus bedenklich 
erscheinen. Österreich-Ungarn ist aus dem Zollkrieg mit Rumänien geschädigt 
hervorgegangen, es hat auch durch den Zollkrieg mit Serbien schwer gelitten. 
Die Italiener und Deutschen, die politischen und militärischen Bundesgenossen 
der Monarchie haben die Gelegenheit benützt und haben sich in Serbien sofort 
festgesetzt. Als der Zollkrieg zu Ende war, hat Österreich-Ungarn nur einen 
Teil der früheren Position wieder gewonnen.
	        

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Om Kredit Och Vexlar. Edlund, 1880.
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