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Miete u. a. Da die konstanten Unkosten unverändert bleiben, so
werden sie bei geringer Beschäftigung für das einzelne Fabrikat
bzw. die Produktionseinheit verhältnismäßig sich erhöhen und umgekehrt
1 ). Ja in einzelnen Fällen werden die konstanten Kosten
zeitweilig einen Betriebsverlust bewirken können, z. B. wenn
Weihnachten ungünstig fällt (Donnerstag bis Sonntag), bei Betriebsstörungen.
Einzelne der Betriebs- und Yertriebsunkosten steigen
und fallen mit der größeren oder geringeren Beschäftigung des Betriebes,
sind also von der jeweiligen Leistung des Betriebes abhängig
(Leistungskosten, veränderliche, bedingte Unkosten). Im Verhältnis
der Unkosten zur Produktionsmenge kann man somit zwischen
festen und veränderlichen Unkosten sprechen 2 ). Die veränderlichen
können der Produktionsmenge proportional sein,
im Verhältnis zu dieser steigen oder fallen, z. B. Kraft, Verpackung;
oder sie steigen in geringerem Maße wie die Produktionsmenge (d e -
gressive Kosten). Schließlich kann die Zunahme der Unkosten
im Verhältnis zur Steigerung der Produktionsmenge größer sein
(progressive Kosten) 3 ).
Den Einfluß der Produktionsmenge auf den Größenanteil an den
festen Kosten läßt das folgende Beispiel deutlich erkennen:
(Spalte 6 und 9.)
Datura
Gegossene
Stück
Lohne
für ein
Stück
Pfe.
Herstellungs-
eines
Stückes
Pfg.
Konstante Generalkosten
Amortisation und Zinsen
im
Monat
Mk.
für ein
Stück
pfg
in % der
Löhne
7»
im
Monat
Mk.
für ein
Stück
ptg.
in °/ 0 der
Herstellungs-
-u
Sept. 1918
137 000
14,56
90,55
17000,-12,38
85
26200,-19,12
21
Jan. 1919
167 000
13,45
93,14
17000,-10,76
80
26200,-15,83
17
April 1919
98 900
13,50
120,29
17000,-17,55
130
26200,-26,50
22
Mai 1919
90000
14,95
142,15
17000,-19,44
130
26200,-28,43
20
Die Trennung der feststehenden, „eisernen“, von den veränderlichen
bezieht, sich zunächst nur auf die Unkosten. Die Eigenart
der betriebs- bzw. produktionstechnischen Verhältnisse kann es mit
sich bringen, daß in Hinsicht auf die Produktionsmenge die sonst
') Deshalb wird in Landesteilen mit einer größeren Zahl gesetzlicher oder
landesüblicher Feiertage mit verhältnismäßig höheren Produktionskosten zu
rechnen sein.
’) Ein gutes Beispiel für eine konsequente Durchführung dieser Trennung
ui der Selbstkostenberechnung findet sich im Ergänzungsband II der Zeitschrift
ihr handelswissenschaftliche Forschung (S. 134, 146, 156, 165).
3 ) Vgl. Schmalenbach, in der Metallindustrie - Zeitung 1899; auch in
seiner Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung, 2. Jahrgang, S. 42;
“hoher, Das Gesetz der Massenfabrikation, in dessen Zeitschrift für Staatswissenechaft
1910.