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veränderlichen unmittelbaren Kosten der Herstellung teilweise
den Charakter von festen Kosten annehmen. Typisch ist
hierfür das Buehdruekereigewerbe, das hier als Beispiel 1 ) dienen
soll. Die Zahlen bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
Berechnungs-Beispiel: Katalog, illustriert, 5 Bogen
stark.
Auflage
5000
10 000
25 000
1. Satzkosten
2. Druckkosten
3. Papierkosten
105,84
43,-106,20
105,84
68,—
207,90
105,84
136,75
508,50
Gesamtkosten für 1 Bogen
255,04
381,74
751,09
” » ^ »
1275,20
1908,70
3755,45
„ „ 1 Stück
25,5
19,09
15,02
Davon feste Kosten (1.)
Veränderliche Kosten (2. -j- 3.) . . .
10,58
14,92
5,29
13,80
2,12
12,90
Die Umrechnung in Verhältniszahlen läßt das Verhalten der
Kosten zur Menge der Produktion deutlicher hervortreten:
Die Produktionsmenge steigt von (5000 =) 100% auf
200% (bei 10 000) und auf 500%.
Die veränderlichen Kosten steigen absolut von
(149,2 Mk. =) 100% auf 185% 2 ) und auf 433%.
Sie steigen demnach im Verhältnis zum Umsatz langsamer
(degressiv).
Im Endergebnis (Stückpreis) fallen die festen Kosten
von 100%, die veränderlichen von 100 %
auf 50% auf 92,5%
„ 20%; „ 87,8o/o
Naturgemäß ist der Einfluß der festen Kosten verhältnismäßig
am stärksten bei den kleinen Mengen, wie die Zerlegung der Selbstkosten
beweist:
Auflage 5000 10000 25 000
Selbstkosten = 100 % = 100 % = 100 %
Feste Kosten 41,5 % 27,7 % 14%
Veränderliche Kosten . 58,5% 72,3% 86%
Die Unterscheidung zwischen konstanten und veränderlichen
Kosten ist für die Preispolitik bedeutungsvoll. Der Verkaufspreis
muß mindestens Rohstoff-, Arbeits- und die veränderlichen Unkosten
decken. Unter diesem Mindestpreis bedeutet die Annahme eines
verdienstlosen Auftrages Geldverlust. Ist der Verkaufspreis über
') Im Anschluß an Bertenbnrg, Die Preisgestaltung im Druckereigewerbe.
Schriften des Vereins für Sozialpolitik, 142. Band, Abt. B, 2. Teil, 1912.
2 ) 275,9:149,2.