Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Material  durchschnittlich  für  1,20  Mk.,  zusammen  13,20  Mk.  Unkosten.  Aut
150  qm  Heizfläche  lassen  sich  in  24  Stunden  150.20.24  —  72  000  kg  Dampf
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erzeugen;  es  kommen  also  auf  100  kg  Dampf  ™tsv,  =  0,18Mk.  Bedienungskosten.
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Sind  für  eine  Anlage  diese  sieben  Faktoren  bekannt,  so  kann  man  die
Kosten  des  Dampfes  nach  dieser  Formel  berechnen.  Nimmt  man  für  die  betreffende ­
  Formel  Mittelwerte  an,  so  erhält  man  allgemein  gültige,  annähernde
Kostenbeträge.  Dabei  kann  man  für  den  Quadratmeter  Heizfläche  eines  Kessels
bei  Steinkohlen  k  =  2  kg  annehmen,  d.  h.  für  einen  Kessel  von  60  qm  Heizfläche ­
  k  =  120  kg,  oder,  wenn  er  nur  zwölf  Stunden  lang  ungeheizt  stand,
k  =  60  kg,  bei  3  Stunden  k  =  15  kg  usw.
Betriebsmaterial,  Werkzeuge.
§  34.  Zu  dem  Betrieb  s-oderHilfs  material  (vgl.  §  14)
zählt  alles  Material,  welches  nicht  als  Substanz  des  Fabrikates  wieder
auftritt.  Es  dient  dem  Betrieb  als  Ganzes  und  nicht  als  Bestandteil ­
  des  fertigen  Produktes.  Eine  erschöpfende  Aufzählung  alles
dessen,  was  in  den  einzelnen  Betrieben  als  Hilfsmaterial  anzusehen
ist,  ist  bei  der  Mannigfaltigkeit  industrieller  Tätigkeit  nicht  möglich.
Nur  einige  Beispiele  mögen  hier  angeführt  sein.  Allgemein  gelten
als  Betriebsmaterial:  Schmier-  und  Putzmaterial  für  Kraft-  und
Arbeitsmaschinen,  Brennmaterial  für  die  Heizung.
In  der  Maschinenfabrikation:  Treibriemen,  Bohröl  und  Seife,
Schleifmaterial,  Hämmer,  Feilen,  Lacke  und  Farben,  Schmiedekohlen ­
  u.  ä.
In  der  Eisengießerei:  Formereimaterial  (Formsand,  Schwärze,
Stifte),  Brennholz,  Beizen,  Ölfarben  u.  ä.
In  der  chemischen  Industrie:  Filter,  Tonwaren,  Glaswaren  u.  a.
In  der  Textilindustrie:  Einfettöl,  Schützen,  Karten,  Nadeln,
Stickseide  usw.
Nach  Art  des  Betriebes  sind  die  Kosten  für  Betriebsmaterial
ganz  verschieden.
Der  Verbrauch  an  Betriebsmaterial  wird  von  der  Materialverwaltung ­
  auf  Grund  der  Magazinsanweisungen,  Materialrücklieferungsscheine
  oder  ähnlicher  Einrichtungen  in  Materialverbrauchslisten ­
  periodisch  (monatlich  oder  vierteljährlich),  getrennt  für  jeden
Unterbetrieb,  zusammengestellt.  Die  Verrechnung  erfolgt  nach
Gattung,  Menge  und  Wert  der  Materialien.  Überdies  ist  der  Gesamtverbrauch ­
  von  jedem  Material  im  Laufe  einer  Rechnungsperiode
festzustellen,  um  den  Vorrat  an  Materialien  ermitteln  zu  können,
andererseits  der  Kontrolle  wegen.
Die  (Verteilung  des  Verbrauches  ergibt,  sich  aus  seiner
Zusammenstellung.  Sind  in  einer  Betriebsabteilung  mehrere  Unterbetriebe ­
  vorhanden,  so  ist  die  Verteilung  nach  genauen  Aufzeichnungen ­
  für  jede  Verbrauchsstelle,  sonst  nach  der  Größe  des  Verbrauches ­
  empirisch  durchzuführen.

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