Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Sicherung,  Kranken-  und  Invalidenversicherung,  Beitrag  ,
zur  Berufsgenossenschaft,  Einlernen  neuer  Arbeitskräfte,
Kosten  der  Materialprüfung,  Miete,  Kraft,  Beleuchtung,
Heizung,  Telephon,  Preßluft,  Drucksachen,  Fliegerschutzmaßnahmen, ­
  ferner  Abschreibung  auf  Werkzeuge  und  Einrichtungen ­
  zum  Laborieren)  108%;
Unkosten  der  Teile-  und  Sprengstofflagerung:
(Gehälter  und  Löhne  der  Aufsichtsbeamten,  Lagerhalter,
Packer  und  Wächter  an  den  Sprengstoffschuppen,  Miete,
Beförderung  der  Sprengstoffe  vom  Lager  in  in
die  Arbeitsräume  in  und  Stuttgart  und  der  fertigen
Zünder  von  den  Arbeitsräumen  ins  Lager  in  ,  Kosten
der  Sprengstofflagerung  in  )  23%
Verbrauch  an  Unkostenmaterialien:
(Schellack/Wachs,  Numata,  Spiritus,  Lack,  Schmiermittel,
Putztücher,  Schmirgel  u.  dgl.)  15  o/o'
Ausschuß  bei  der  Laborierung,  Untersuchungsund
  Beschußzünder  5%'
Risiko  bei  der  Fabrikation  und  Abnahme  der
Zünder,  ferner  bei  Brand,  Explosion  und
Fliegerangriffen:
(Änderungsarbeiten  infolge  schlechter  Materialien  —  z.  B.
Zündertuch,  unrichtiges  Pulver  —,  welche  von  der  Heeresverwaltung ­
  geliefert  werden,  Umarbeitung  von  bei  der  Abnahme ­
  verworfenen  Losen,  Betriebsstockung  wegen
mangelnder  Materialien,  Betriebsunterbrechung  in  Brandund
  Explosionsfällen,  sowie  bei  Fliegerangriffen)  .  .  .  25%
insgesamt:  226  % ;

Unrichtig  ist  auch  ein  gleichmäßiger  Zuschlag  auf  Material ­
  und  Löhne  (IIc):  S  =  (M  -f-  L).  1,0  p  oder  M.  1,0  p
_l_  I  1  0  wor j[ n  Jahressumme  der  Unkosten  X  100
P.  worin  p  Jahressumme  der  direkten  Aufwendungen
Diese  Berechnung  faßt,  wie  die  Formel  ergibt,  die  indirekten  Kosten
als  eine  Einheit 1 )  auf  und  nimmt  keine  Rücksicht  darauf,  ob  die
Unkosten  größtenteils  für  das  Material  oder  für  die  Fabrikation
verausgabt  werden.  Andererseits  wird  dadurch  ein  Fabrikat  aus
teuerem  Rohmaterial  trotz  gleicher  Arbeitskosten  im  Verhältnis  zu

’)  Der  Kaufmann  schlägt  seine  gesamten  Kosten  auf  den  Einkaufswert  der
Ware.  Die  angegebene  Berechnungsart  akzeptiert  diese  Auffassung  auch  für
die  industriellen  Betriebe  und  sieht  in  den  direkten  Ausgaben  (M-j-L)  den
Produktions-  =  Einkaufswert  (vgl,  g  20).
            
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