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Ein Beispiel: In einer Schraubendreherei stehen automatische
und Handbänte. Erstere sind teuere Spezialmaschinen, deren Bedienung
und Aufsicht ungelernten Arbeitern mit geringem Lohn
übertragen werden können. Auf den automatischen Bänken werden
Schrauben selbsttätig hergestellt, auf den Handbänken durch die
Geschicklichkeit des gelernten, gut bezahlten Arbeiters.
Automatische
Betriebskosten Mk. 1800
Betriebsstunden 2800
Kosten einer Betriebsstunde 64 Pfg. =
426 °/o des produktiven Lohns.
Handbänke
Mk. 470
2900
16 Pfg. = 25 °/o
Rechnet man einen durchschnittlichen Werkstattaufschlag —
etwa den in Maschinenfabriken so beliebten Satz von 100 o/o —,
dann zeigt sich folgendes Bild:
Arbeitslohn */* von 45 Pfg. = 15 Pfg. 65 Pfg.
100«/« 15 , 65 ,
für eine Arbeitsstunde 80 Pfg. 180 Pfg.
Das Ergebnis ist so zweifellos falsch, daß es einer Beweisführung
nicht bedarf. Die Betriebskosten der automatischen Bänke
betragen das (Vierfache der Handbänke (64:16), die richtige Berechnung
liefert (15-]- 64) 79 Pfg. und (65-j-16) 81 Pfg. für die
Arbeits- -oder Betriebsstunde *).
Ein anderes Beispiel:
Revolver:
Automat:
Material
Arbeitslöhne:
Mk.
5,-Mk.
5,-Abstechen
usw. Mk.
3,50
Mk.
—,80
Putzen, Abnehmen „
-,io
” \
—,30
Revision „
—,20
J
Mk.
3,80
Mk.
1,10
-f-150 °/o Zuschlag „
5,70 Mk.
9,50
200°/o „
2,20
3,30
Mk.
14,50
Mk.
8,30
-f- 5 % Ausschuß
7J
—,75
—.45
Mk.
15.25
Mk.
8,75
Die Beispiele lehren: Ein gleichmäßiger einheitlicher
Werkstättenaufschlag ist nur dort gerechtfertigt,
wo die Abteilung gleichartige Arbeitsmethoden
und gleichwertige Arbeitsmaschinen
mit annähernd gleichen Betriebskosten vereinigt.
Wo sich innerhalb einer Werkstätte die Arbeits-*)
Andere gute Beispiele bringt Lilienthal a. a. O. S. 110.