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stätte, ja für einzelne Maschinen ermittelt werden, wenn bei diesen
Kraft- und Materialverbrauch wesentlich verschieden sind.
Der Stundenaufschlag ermittelt die indirekten Kosten einer jeden
Lohnarbeitsstunde.
Kalkulationsformeln.
§ 52. Die nunmehr folgenden Kalkulationsformeln sollen die
Anwendung der in den §§ 41 ff. entwickelten Grundsätze zeigen.
1. Beispiel.
Eine Fabrik für Werkzeuge — Feilen, Hämmer, Sägen
— rechnet nach dem folgenden Schema:
I. Materialkosten und Aufschlag für Lager-Yerwaltungs-
kosten.
II. Arbeitslöhne (Fabrikationslöhne).
III, Ptrozentaufschlag auf die Löhne unter II. für unmittel
bare Betriebsunkosten (Abschreibungen, Reparaturen,
Kraft, Licht, Hilfsmaterialien, Betriebslöhne, Aufsicht) getrennt
nach Werkstätten, Hand- und Maschinenarbeit.
(Vgl. Schema S. 201.)
IV. Prozentaufschlag auf die Summe von II. und III. für allge
meine Betriebsunkosten (V er Sicherung, Gebäudeunter
haltung, Steuern, Betriebsbeamtengehälter).
V. Verkaufskosten; Prozentaufschlag auf die Summe von I.
bis IV.
2. Beispiel: Fabrik für Massenartikel aus künst
licher Mas se.
1. Materialkosten und prozentueller Aufschlag für Material
verluste, Kosten der Lager-Verwaltung und der Bearbeitung
der Rohstoffe wie Reinigung, Mischung u. a.
2. Fabrikationslöhne und Prozentzusehlag für Versiche-
rung und Krankenkasse.
3. Generalk.osten:
a) Transportkosten: et Pfg. pro kg X Anzahl der Fabrikations
stadien (Kosten der Transportmaschine: Kraftbedarf, Ab
schreibung, Löhne, Werkzeugverbrauch).
b) Sonderkosten für Spezialeinrichtungen (Abschreibung) und
Vorarbeiten, z. B. Modelle, Zeichnungen etc.
e) Werkstattkosten
d) Verwaltungskosten
verteilt auf iArbeitsmaschinen und -plätze
nach dem beanspruchten Flächenraum
und berechnet pro Stunde.