Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Die  angegebenen  Zahlen  geben  Grenzwerte,  Mindestwerte  an,
nnter  die  nach  Anschauung  der  Bearbeiter  dieser  Tabelle  selbst  dann
nicht  gegangen  werden  darf,  wenn  vorübergehende  Betriebseinschränkungen ­
  oder  Betriebsstörungen  eingetreten  sind.  Den  Abschreibungsprozenten ­
  sind  normale  Betriebsverhältnisse  zugrunde  gelegt.
Die  Abschreibung  vom  Anschaffungswert  soll  zur  Anwendung
kommen  bei  Heimfallunternehmungen,  bei  Betrieben  auf  gepachtetem
Terrain,  bei  bergbaulichen  Unternehmungen,  die  mit  der  Erschöpfung
ihrer  Lager  zu  rechnen  haben,  auch  bei  Maschinen,  die  technisch
rasch  veralten  und  dementsprechend  schnell  amortisiert  werden
sollen.
§  55.  Bei  der  Berechnung  der  jährlichen  Abschreibungsbeträge ­
  wird  in  Betrieben  mit  stark  wechselnder  Produktion  häufig
der  Produktions  menge  bzw.  dem  Beschäftigungsgrad
ein  bestimmender  Einfluß  eingeräumt.  So  berechnen  beispielsweise
bergbauliche  Betriebe  die  Abschreibung  des  Grubenfeldes  nach  Maßgabe ­
  der  geförderten  Erz-  oder  Kohlenmenge,  Hüttenbetriebe  die
Amortisation  der  Hochöfen  nach  der  Menge  des  erblasenen  Roheisens,
der  Koksöfen  pro  Tonne  Koks,  jene  der  Walzenstraßen  pro  Tonne
Fertigware,  Zementfabriken  nach  der  Zahl  der  produzierten  Fässer
Zement  etc.  Ähnlich  rechnen  Fabriken  der  keramischen  Industrie.
Diese  Methode  ist  zulässig,  wenn  Produktion  und  Wertverbrauch
proportional  sind.
Der  Beschäftigungsgrad  bzw.  die  Inanspruchnahme  der
Maschinen  wird  von  Ingenieuren  bei  der  Bemessung  der  Abschreibungsquoten ­
  der  maschinellen  Einrichtungen  berücksichtigt.
Marr,  Kosten  der  Betriebskräfte,  gibt  folgendes  Beispiel:  Anlagekosten

  Mk.  13  000,—

,  4o/o  Verzinsung  der  Abschreibungen

Tägliche  Betriebszeit

Abschreibungsquote  in  Prozenten

in  Stunden

bei  360

bei  300  Arbeitstagen

1

3,8

3,73

2

4

3,90

4

4,4

4,24

8

5,2

4,96

10

5,6

5,32

12

6

5,66

24

8,4

7,92

West,  Kostenbuchführung  (Berlin  1908),  rechnet  für  maschinelle ­
  Einrichtungen  die  folgende  Skala:
bei  500  Betriebsstd.  im  Jahr  5°/o  von  den  Anschaffungskosten
»  1000  >,  „  „  6°/o  „  „
„  1500  „  „  „  7  o/o  „
„  2000  -„  „  „  8o/o  „  ,  „
Die  Abstufung  von  600  (5o/ 0 ),  1200  (6  o/o),  2400  (8 1 / 2 0 /o)  bis
7200  Betriebsstunden  (12 1 / 2 o/ 0 )  wäre  zweckmäßiger.
            
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