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Unverkäufliehkeit oder Verderben, Nichteingang der Forderungen;
allgemeine .Vertriebskosten, wie Reklame, Reisekosten und
ähnliches.
5. Besondere Verkaufskosten an Vermittler des Ver
kaufes (Rabatt, Umsatzprämie, Provision, Delkredere), an Vermittler
des Einzuges der Kaufpreisforderung (Inkassospesen), besondere
Kosten für die .Verpackung, Transport und Zollgebühren bis an
den Bestimmungsort bei fracht- und zollfreier Lieferung.
Schon jetzt müssen wir betonen: die Kalkulation der
Selbstkosten und die Kalkulation des Verkaufs
preises sind zwei verschiedene Dinge. Die Berechnung
der Selbstkosten gehört zur guten Ordnung einer jeden Unternehmung.
Der Verkaufspreis einer Ware ist vielfach eine
gegebene Größe, die sich nicht nach der Höhe der
Selbstkosten richtet. Deshalb kalkuliert mancher Großhändler
den Verkaufspreis einfach durch Zuschlag einer (Roh-) Gewinn
quote auf die ersten Kosten, d. i. der Gestehungspreis; der Unter
schied zwischen Anschaffungskosten und Verkaufserlös soll auch die
allgemeinen Unkosten decken. (S. 7.) Sie unterlassen die Anrechnung
eines besonderen Aufschlages für Zusatzkosten, da diese Kosten
den Verkaufspreis nicht bestimmend beeinflussen können. Qualität
des Kunden, der Wettbewerb und manche andere, vorwiegend preis
politische Erwägungen bestimmen die Festsetzung des Verkaufs
preises im Einzelfall. Bei etwa gleichen Verkaufspreisen kann der
eine Warenhändler vielleicht die doppelten Handlungsunkosten
verausgaben, ohne daß er dementsprechend einen höheren Erlös
erzielt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Zwischenhändlers liegt
im billigen Einkauf und in dem Bestreben, größere Umsätze zu
erzielen.
Die preispolitischen Verhältnisse liegen übrigens für die
einzelnen Geschäftszweige des Handels, für Groß- und Kleinhandel
so sehr verschieden, daß man von einheitlichen Gebräuchen bei
der Kalkulation des Verkaufspreises nicht sprechen kann: der eine
Kaufmann berechnet einen Durchschnittssatz für Handlungskosten
auf alle Waren, ein anderer differenziert diese Aufschläge nach
Warengruppen, d. h. nach dem größeren oder geringeren Anteil
der einzelnen Gruppen an den Ergänzungskosten, andere schließlich
verzichten überhaupt auf einen Zuschlag.
Die Theorie allerdings fordert, daß auch der Händler in jedem
Fall die Selbstkosten seiner Waren kennen müsse, gleichgültig,
ob diese Kosten den Verkaufspreis bestimmen oder nicht.
ß) Unter Selbstkosten des Produzenten eines
Sachgutes (S. 8) versteht man die Summe aller Ausgaben imd
Verluste, welche dem Produzenten durch Herstellung und Vertrieb