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erwachsen. Zu den Herstellungs- oder Produktionskosten (im privat-
wirtschaftlichen Sinne) sind zu rechnen die Kosten der Gewinnung
(z. B. Bergbau), Bearbeitung und Verarbeitung; zu diesen Kosten
treten bei den Erzeugnissen der Umformungsindustrie noch die
Kosten des Rohstoffes am Orte der Verarbeitung unter Berück
sichtigung der Mengenverluste infolge der Bearbeitung, des Erlöses
der Abfälle und der Nebenprodukte. Die Anschaffungskosten für
Roh- und Hilfsstoffe sind wie die Anschaffungskosten einer Handels
ware zu kalkulieren. Die Vertriebskosten entsprechen den früher
angeführten Verkaufskosten.
Die Selbstkosten eines Fabrikates entstehen nicht erst mit der
Erzeugung selbst, sondern von dem Zeitpunkt, in welchem der
Produzent an die Frage der Anfertigung herantritt — man denke
an Offertkonstruktionen, Vorversuche und ähnliches —; sie endigen
mit der Ablieferung der Ware und dem Eintreffen der Zahlung
des Kaufpreises, in anderen Fällen erst mit dem Erlöschen der
Haftpflicht des Verkäufers, d. h. mit dem Ablauf der Garantiedauer 1 ).
Der Verkaufspreis soll den Aufwand an Kapital bei der Pro
duktion und bei dem Verkauf ersetzen und den Mehrwert über die
Selbstkosten, das ist den .Gewinn enthalten.
Eine Gliederung dieser Selbstkosten kann nach verschiedenen
Gesichtspunkten versucht werden. Zunächst werden gewöhnlich
Herstellungs- (Produktions- oder Fabrikations-) Kosten von
denen des Vertriebes, des Absatzes unterschieden; die
Herstellungskosten nach Art der Berechnung wiederum in un
mittelbare und mittelbare Aufwendungen. In der Um
formungsindustrie spricht man in bezug auf das Einzelfabrikat von
Spezial- und Generalkosten des Fabrikates [§ 13]. Die Generalkosten
lassen sich scheiden in solche die für den einzelnen Werkbetrieb,
die Abteilung, die Werkstätte oder den Arbeitsplatz sich unmittelbar
feststellen lassen — Sonderkosten unter den Generalspesen, besondere
Betriebsunkosten — und gemeinschaftliche, allgemeine Betriebs- oder
Herstellungsunkosten, die nach bestimmten Verteilungsschlüssen
auf die Werkbetriebe, Abteilungen usw. verteilt werden müssen,
da sie nicht direkt erfaßbar sind.
Man spricht von einmaligen und von laufenden in regelmäßigen
Zeitabschnitten wiederkehrenden Kosten und unterscheidet letztere
in feste und veränderliche. Diese Gruppierungen sollen zur vor
läufigen Orientierung genügen; sie lassen zahlreiche Modifikationen
zu. Jede der angeführten Einteilungen hat ihre theoretische Be-
‘) So berechnet beispielsweise eine Akkumulatorenfabrik einen X°/o Selbst
kostenaufschlag für „Reklamationen“.
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