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Die Anwendung dieser Buchungsmethode setzt voraus, daß der
Selbstkostenpreis der Verkäufe bestimmbar ist. Trifft dies zu, dann
scheint uns das Verfahren Nr. 1 (S. 277) zweckmäßiger zu sein. Es
vermeidet die Umbuchungen zwischen beiden Konten (Posten 2 a und
Retourwaren). , 1 i j h j v
Über ein anderes ähnliches Verfahren berichtet Schmalen-
b a e h *).
Konto I.
1. Eingang der Waren zum
Einkaufspreis 180 000
3. Übertrag vom Konto II . 40 OOO
220000
Verkaufsgewinn 50000
270000
2. Umbuchung auf Konto II:
Eingang zu Verkaufs
preisen 270 000
Konto II (Bestände zu Verkaufspreisen).
1. Eingangzu Verkaufspreisen 270 000
270 000
5. Bestand 80 000
2. Verkaufserlös . . . . . 150 000
3. Umbuchung des Gewinns
an der noch unverkauften 40 000
Ware
4. Saldo = Bestand zu Ver
kaufspreisen 80 000
270 000
Dieses Rechnungs- und Buchungsverfahren ist für die Zwecke
der Gewinnermittelung zu umständlich. Die Waren werden hier mit
einem Nutzen von 50 o/o des Einkaufs bzw. mit 33 73°/o des Verkaufs
preises kalkuliert, so daß die Anwendung des Verfahrens Nr. 3 b)
einfacher erscheint.
b) In Fabrikbetrieben werden, soweit es angeht, Auf
wand, Produktion, Lager bestand und Verkaufsgewinn kontenförmig
getrennt. Die hier interessierenden Bestand- und Ergebniskonten
sind die folgenden * 2 ):
a) Das Fabrikate- oder Lagerkonto wird belastet für
die Fertigfabrikate zum Selbstkosten- oder Normalpreis, erkannt fin
den Selbstkosten- oder Normalpreis der verkauften Waren. Der Saldo
dieses Kontos gibt den Wert der Lagerbestände an.
ß) Das Warenverkaufskonto erhält im Soll den Selbst
kosten- bzw. den Verrechnungspreis der Verkäufe und die darauf
*) In seiner Zeitschrift, IV. Jahrgang, S. 503.
2 ) Leitner, a. a. O. S, 2601, 2671