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beide Konten haben im Debet den Verbrauch, die Ausgaben, im
Kredit die Verteilung, wobei allerdings vorausgesetzt wird, daß die
Aufteilung erst nach Fertigstellung der Waren erfolgt und
nicht im Verbrauchsmonat! Die Salden geben somit die verausgabten,
aber noch nicht verteilten Kosten an, d. h. die bisherigen Unkosten
der in der Fabrikation verbliebenen Bestände.
Materialienkonto, Lohnkonto und Unkostensammelkonto geben
somit den Wert der Vorräte an, d. h. der Rohstoffe, der Halbfabrikate
einschließlich der darauf lastenden Kosten (Mk. 99 711,75
-f- 1955,10 -J- 539,08 = Mk. 102205,93). Doch sind in jedem
Monate auch alle vorhergehenden Monatssummen mitzurechnen. Damit
wäre also ein Ziel erreicht: annähernde richtige Ermittelung
des Gesamtwertes der Vorräte ohne Inventur.
Der Monats-Gewinn läßt sich wie folgt ermitteln: Man errichtet
zum Zwecke der Rentabilitätsermittelung ein Verbrauchs- oder
Generalbetriebskonto, das den Verbrauch und die Produktion verrechnet.
Ausgaben
V erbrauchs-Konto.
Einnahmen
Inventurbestand: Koh-,
Hilfsmaterialien, Haibund
Ganzfabrikate . . 120 237,65
Materialeingang .... 42 934,25
Material u. Lönne für Bearbeitung
von Lagerbeständen
2 605,60
Löhne 38 257,30
Gesamtunkosten .... 12 809,95
Abschreibungen .... 3 000,—
Gesamtsumme aller bisherigen
Aufwendungen . 219 844,75
Betriebsgewinn . . . 18 390,38
Erlös der Verkäufe bzw.
Produktionswert fertiger
Waren . 133463,20
Verbrauch zur Bearbeitung
von Lagerbeständen . . 2 566,—
Wert der Vorräte (wie oben
ermittelt) 102 205,93
Gesamtwert der bisherigen
Produktion 238235,13
Wegen des weiteren Ausbaues dieser Buchungsart ist auf das
angegebene Buch Günthers zu verweisen.
Eine Reihe anderer Versuche wurde unternommen; jedes Jahr
bringt „neue Buchführungsmethoden“, die es sich zur Aufgabe
machen, die Rentabilität jederzeit nachzuweisen. Zumeist viel
Lärm um nichts.
5. Über sehr brauchbare Mittel, den Bruttogewinn ohne Bücherabschluß
und ohne Anwendung besonderer Konten-Kunststücke allmonatlich
zu berechnen, verfügt das System der doppelten Buchführung
in der Konten-, Monats- oder Probebilanz, deren
Zahlen dem Kaufmann und dem Ingenieur einen wertvollen Einblick
und eine Übersicht über die Geschäftsgebärung gewähren. Die