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die Naturalverpflegung der Soldaten durch teilweise adaeratio mehr
und mehr in Geldzahlung umgewandelt worden.
Aber selbst diese königliche Wirtschaft war doch keine ge-
schlossene Hauswirtschaft im Sinne Büchers. Selbst die Ziele der
königlichen Bodenwirtschaft erschöpften sich keineswegs darin, die
Versorgung des Landes mit den nötigen Lebensmitteln sicherzu-
stellen. Mit dem Getreide der königlichen Domänen, d. h. deren
Überschüssen, wurde vom König ein Kornhandel mit dem Ausland
getrieben®). Wir dürfen aber das Bild der hellenistischen Wirt-
schaft nicht einseitig nach der des Königs allein darstellen. Schon in
dem pseudoaristotelischen Werk der Okonomika, das im Seleukiden-
reich des 3. Jahrhunderts entstanden ist, werden, so oberflächlich
dieses Werk auch sein mag, doch vier Arten der Wirtschaft unter-
schieden, je nachdem es sich um den König handelt, oder die
Satrapen, die Stadt oder einen Privatmann®). Der Verfasser war
sich also wohl bewußt, daß hier eine bedeutsame Verschiedenheit
bestehe. Er hebt nicht nur hervor, daß diese vier Wirtschaftskreise
über sehr verschiedene Einnahmen verfügten, sondern auch, daß
die Ausgaben ungleiche seien und nicht dasselbe ökonomische Ziel
überall die Wirtschaft leite. Die Verschiedenheit der Einnahmen
bzw. Erträgnisse, welche jeder dieser Wirtschaften zukommen, ist
aber nicht nur eine quantitative, sondern auch in der verschiedenen
Art der Einkunftsquellen selbst begründet. Der König hat solche,
die. den andern nicht eignen, vor allem die Münze. Bei der Wirt-
schaft der Satrapien stehen an erster Stelle die Einkünfte vom
Grund und Boden. Aber es wird im folgenden, wo von den
Bodenschätzen die Rede ist, doch auf die Verschiedenheiten hin-
gewiesen, welche auch hier wieder bestehen“).
Die Anthologie von historischen Beispielen, welche der Ver-
fasser im Anschluß an diese theoretischen Darlegungen vorführt,
zeigt drastisch, auf welch” mannigfache Weise in den verschiedenen
Teilen Griechenlands damals einzelne Städte und Machthaber auch
59) Ebda. S. 77.
80) Susemihl F., Aristotelis quae feruntur Oeconomica (ed. Teubner) B. L 6:
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