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2. Beispiel.
Im folgenden Beispiel einer Vergleichungsrechnung
(Voranschlag) handelt es sich um die kalkulatorische Untersuchung
der Frage, ob für eine bestimmte Fabrik die Errichtung eines
eigenen .Wasserwerkes billiger ist als die Benutzung des
städtischen Wassers, das ohne Gewähr für die Zuführung der erforderlichen
Mengen zu 6 Pfennig je Kubikmeter Wasser bezogen
werden könnte.
Ergebnis: Die Errichtung eines eigenen Wasserwerkes ist rechnungsmäßig
unrentabel, wenn nicht andere wirtschaftliche Erwägungen
dafür sprechen. Würden Abschreibungen und Verzinsungen
entfallen, etwa durch Übernahme der Baukosten seitens einer Behörde,
käme ein Kubikmeter Wasser nur auf (y^qqqq) = etwa ^>7 Pfennig.
Die rechnungsmäßige Ersparnis gegenüber der Entnahme aus
dem städtischen Wasserwerk durch Eigenversorgung betrüge
(170 000.3,3 =) 5610 Mk., die Richtigkeit des Bau- und Betriebskostenvoranschlages
vorausgesetzt.
Selbstkosten für 1 ! cbm Wasser bei Errichtung einer
eigenen Wasserversorgung,
a) Der Bedarf an Betriebswasser beträgt normal 14 cbm
für die Stunde, in den heißen Monaten bei Verbrauch von Kühlwasser
63 cbm für die Stunde.
Es wird angenommen, daß während zweier Monate in der Tagesschicht
Kühlwasser gebraucht wird. Der Jahresverbrauch bei ununterbrochenem
24stündigem Betrieb ist dann:
zu 330 Tage. 24.14 . . = 110 880 .cbm
„ 30 „ .24.63 . . . . . . . . . . = 45 360 „
für Unvorhergesehenes (Feuerlöschzwecke usw.) = 13 760 „
= 170000 cbm
b) Das Gebrauchswasser beträgt für 250 Mann zu je 100 1
pro Tag 250.0,1.360 = 9000 cbm im Jahr.
Dieses Gebrauchswasser wird auf alle Fälle aus der städtischen
Leitung von 100 mm Durchmesser und 2 Atm. Druck entnommen
und scheidet bei der aufzustellenden Vergleichsrechnung aus.
I. Betriebskosten.
Jede der drei vorgesehenen Tief pumpen fördert 45 cbm stündlich
bei einer Gesamtförderhöhe von 40 m. Der Kraftbedarf einer
Pumpe errechnet sich zu:
45 cbm . 40 m . 1000.1,5
60.60.75
10 PS.