Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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III.  Die  Kosten,  der  Kraftzentrale  (Bedienung,  Hilfsmaterialien, ­
  Reparaturen)  erhöhen  sich  von  28  740  Mk.  durch  die
größere  Beanspruchung  voraussichtlich  auf  39  760  Mk.
IV.  Unter  den  allgemeinen  Kosten  sind  einige  wenige
konstant,  z.  B.  Reparaturen  an  Verwaltungsgebäuden,  andere  erhöhen
sich,  infolge  der  größeren  Betriebsintensität.  Darauf  hat  die  Berechnung ­
  Rücksicht  zu  nehmen.  Die  Gesamtsumme  steigt  von
19  900  Mk.  auf  24  100  Mk.
V.  Für  die  Verteilung  der  Unkosten  auf  die  einzelnen  Werkstätten ­
  müssen  die  Handlungsunkosten  anders  gruppiert  werden,
a)  Für  die  einzelnen  Werkstätten  unmittelbar  zu  ermitteln  sind:
Abschreibungen,  Kapitalzinsen  (hier  als  Selbstkostenfaktor  eingerechnet), ­
  Reisespesen  und  Reklame  zusammen  138  970  Mk.  (vgl.  I.),
die  sich  auf  142  570  Mk.  erhöhen,  b)  Die  restlichen  Handlungsunkosten ­
  182180  Mk.,  erhöht  auf  195  780  Mk.,  werden  in  dieser
Fabrik  wie  die  allgemeinen  Betriebsunkosten  im  Verhältnis  der  produktiven ­
  Löhne  auf  dfe  Werkstätten  verteilt.  Die  Kraftkosten  werden
entsprechend  dem  größeren  Kraftverbrauch  aufgeteilt  (Tabelle  S.  298).
Legt  man  der  Berechnung  die  gleichen  Prozentanteile  des  Umsatzes ­
  wie  früher  zugrunde,  ergibt  sich  ein  Umsatz  von

Davon  entfallen  45  0/0  auf  Materialkosten  (angenommen ­
  der  gleiche  durchschnittliche  Marktpreis ­
  wie  im  Vorjahre)

Mk.

1918  600  —
863  370,—

22o/o  Lohnkosten  (Lohnsteigerungen  nicht  eingerechnet) ­
  ..............

422  100,—

Die  Unkosten  sind  entsprechend  geringer  =
25,9o/o  vom  Umsatz

5)

496  350  —

Berechnete  Selbstkosten  (einschl.  53  350  Mk.
Kapitalzinsen)

Mk.

1781820,—

Es  bleibt  rechnungsmäßig  ein  Nutzen  von  .  .

Mk.

136  780,—

-f-  Kapitalzinsen

y>

53  350,—

Gesamtgewinn

Mk.

190130,—

das  sind  zusammen  7  2 / 10 °/o  vom  Umsatz  oder  7  8 / 10  °/o  von  den
Selbstkosten,  bzw.  einschließlich  der  Kapitalzinsen  9,9  o/o  Umsatzgewinn,
  oder  10,7  o/o  der  Selbstkosten.

Die  in  Aussicht,  genommene  Erhöhung  des  Umsatzes  verringert
wegen  der  konstanten  und  der  degressiven  Kosten  den  Lohnaufschlag ­
  für  Unkosten.  Dieser  Lohnaufschlag  betrug  im  Verlustjahr
(243  620:449  510)  etwa  185o/o.  Nach  der  Annahme  des  Unternehmers ­
  würde  ein  Herabdrücken  dieses  Aufschlages  auf  120  o/o
oder  eine  Erhöhung  der  Produktionslöhne  um  54»/ 0  (154  Mk.  Lohn
zu  120o/o  Unkosten  —  185  Mk.  Unkosten)  die  Unterbilanz  beseitigen.
            
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