Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Entsprechend  müßte  der  Umsatz  bei  185  Mk.  Unkosten  von  455  (22o/ 0
Löhne  =  100;  Unkosten  =  185)  auf  700  Mk.  steigen,  d.  h.  um
etwa  54o/o  gesteigert  werden  (22  o/o‘  =  154  Mk.  Löhne,  Unkosten
185  =  120o/o  der  Löhne).  In  der  Berechnung  wurde  eine  Ümsatzsteigerung
  von  75_%|  angenommen.
§  66.  Im  Anschluß  an  die  dargestellte  Umsatzberechnung  soll
noch  einmal  auf  den  Einfluß  der  festen  Unkosten  auf  die  Selbstkosten ­
  eingegangen  werden.  Angenommen,  eine  Fabrik  hätte  mit
einer  80  0/0  Ausnutzung  ihrer  Produktionsfähigkeit  als  Normale  zu
rechnen  und  kommt  in  die  Lage  (Konjunktur),  mit  voller  Ausnutzung, ­
  also  lOOp/0 1 ,  arbeiten  zu  können.  Die  übliche  Durchschnittskalkulation ­
  für  die  Gesamtproduktion  ergibt ­
  wegen  des  größeren  Umsatzes  und  verhältnismäßigen  Minderung
des  Anteils  an  konstanten  Kosten  einen  geringeren  durchschnittlichen
Herstellungswert  für  die  Produktionseinheit.  Ein  schematisches
Zahlenbeispiel:  Normale  Erzeugung  800  t,  unmittelbare  Kosten  (für
Materialien,  Löhne,  Betrieb)  30  Mk.  für  1 :  t;  die  eisernen  Kosten
betragen  40  000  Mk.,  für  1  t  demnach  50  Mk.;  Selbstkosten  50  Mk.,
Verkaufspreis  90  Mk.  für  1  t.  Steigt  die  Erzeugung  auf  1000  t
jährlich,  sinken  bei  einer  Durchschnittsrechnung  die  feststehenden
Kosten  auf  40  Mk.,  die  Selbstkosten  auf  70  Mk.  für  1  t.  Der  Verkauf ­
  sgewinn  bei  gleichen  Verkaufspreisen  steigt  von  12,5_°/o  auf
28,6  0/0,  die  Selbstkosten  sinken  um  12 1 / 2 °/o.

800  t

%

t

1000  t

>

t

Direkte  Kosten

24000

37,5

30

30  000

42«,

30

Konstante  Kosten

40  000

62,5

50

40  000

57  •/,

40

Selbstkosten

64  000

100

80

70000

100

70

Gewinn

8  000

12,5

10

20  000

28

20

Verkaufserlös

72  000

112,5

90

90  000

128,6

90

Dieser  Durchschnittskalkulation  kann  man  eine  Differenzkalkulation ­
  gegenüberstellen,  dabei  die  Normalproduktion  mit
den  gesamten  eisernen  Kosten  belasten,  diese  der  Mehrproduktion
nicht  anrechnen:
Selbstkosten  1  für  800  t,  wie  oben  64  000"Mk.
Gewinn  f  8  000  V„
72  000  Mk.
Selbstkosten  1  für  200  t  Mehrproduktion  6  000  Mk.
Gewinn  I  12,000  „
18  000  Mk.
Nach  dieser  Berechnung  ist  der  Gewinn  bei  der  Normalproduktion ­
  10  Mk.  (==  12,5p/o),  für  die  Mehrproduktion  60  Mk.  für  1  t
            
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