Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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1913;  Ergänzungsband  1  der  Zeitschrift  für  handelswissensehaftliche  Forschung, ­
  Leipzig  1910:  Bing:  Die  Grundlagen  der  Selbstkostenberechnung  im
Eisenbahnwagenbau,  und  Schrey,  Fabrikbuchführung  und  Selbstkostenberechnung ­
  beim  Bau  von  Eisenbahnwagen;  Ergänzungsband  II.  Leipzig  1911:
Pfeiffer  (Maschinenbau  und  Gießerei);  Moeser  (Maschinenfabrik  mit  Eisengießerei); ­
  Dehez  (Dampfkessel,  Maschinenbauanstalt);  Gl  unk  (Fabrik  landwirtschaftlicher ­
  Maschinen  mit  Eisengießerei  und  Handelsabteilung).  In  der
Zeitschrift  für  handelswissenschaftliche  Forschung.  3.  Jahrgang,
S.  1  f.  (Bestellungswesen  und  Einzelverrechnung  in  Maschinenfabriken.)  4.  Jahrgang, ­
  S.  94  ff.  (Kuse,  Selbstkostenberechnung  der  Werkzeugfabrikation  mit
verschiedenen  Artikeln),  S.  225  ff.  (Leb  eis,  Selbstkostenberechnung  einer  Fabrik
für  Beleuchtungsartikel.)  Hartleib,  Lohnbuchführung  mit  besonderer  Rücksicht ­
  auf  die  Maschinenfabrikation,  2.  Aufl.,  Leipzig  1907.
Im  Maschinenbau  scheint  man,  seit  man  überhaupt  anfing  zu
rechnen,  stets  die  produktiven  Löhne  als  den  geeignetsten  Verteilungsmaßstab ­
  angewendet  zu  haben,  a)  Die  Kalkulationsformeln
waren  einfach  wie  die  Betriebsverhältnisse  selbst:  Materialkosten
-{-  Löhne  -{-  100’%'  Unkosten  auf  die  Lohnsumme.  Es  wird  behauptet,
daß  heute  noch  diese  ebenso  einfache  wie  falsche  Formel  in  einigen
Betrieben  zur  Anwendung  kommt,  insbesondere  dort,  wo  die  Fabrik
ohne  Konkurrenz  arbeitet  und  der  geforderte  Preis  vom  Konsumenten
bezahlt  werden  muß.  Der  Durchschnittsaufschlag  ist  heute
noch  geeignet  für  Betriebe  mit  gleichmäßiger  Massenfabrikation  und
für  Spezialfabriken,  die  nur  einen  Gegenstand  erzeugen  *).  Ein  Durchschnittsaufschlag ­
  kommt  auch  bei  Voranschlägen  zur  Anwendung,
b)  Schon  Bailewski  (Kalkulation  für  Maschinenfabriken,  Magdeburg ­
  1877,  2.  Aufl.  1880)  wies  auf  die  Unzulänglichkeit  eines
Durchschnittsaufschlages  für  den  ganzen  Betrieb  hin  und  forderte
die  Berechnung  der  Werk  Stattunkosten  sowie  die  Verteilung
der  Generalkosten  auf  die  produktiven  Löhne  der  Werkstätten.
1903  wurde  diese  Forderung  von  Benjamin  in  der  Zeitschrift
des  Vereins  deutscher  Ingenieure  wieder  aufgenommen,  1904  von
Sp  er  lieh  (Reform  der  Unkostenberechnung  in  Fabrikbetrieben.
Hannover  1904.  2.  Aufl.  unter  dem  Titel  Unkostenkalkulation.  1906)
wiederholt  und  seit  dieser  Zeit  von  allen  Theoretikern  und  Praktikern
vertreten.  Die  Differenzierung  der  Unkosten  nach  Fabrikabteilungen ­
  ist  insbesondere  notwendig,  wenn  der  Wettbewerb  und
die  zunehmende  Vielseitigkeit  der  Fabrikation  zu  scharfem  Rechnen
zwingen.
c)  Die  zunehmende  Differenzierung  der  Arbeitsmethoden,  die
Mechanisierung  und  Automatisierung  des  Arbeitsprozesses  ließen
auch  die  Werkstattauf  schlage  in  vielen  Fällen  unzulänglich  lerischeinen.
  West  —  in  der  deutschen  Industrieizeitung  1905:  Fälsche
’)  Über  einen  ähnlichen  Pauschalzuschlag  berichtet  Dribbusch,  Kalkulation
und  Generalienberechnung  der  Sägewerke  und  Holzbearbeitungsbetriebe.
Berlin  1910.
            
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