Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Selbstkostenberechnung  in  Fabrikbetriebein;  Richtige  Selbstkostenberechnung ­
  —  ging  in  der  Spezialisierung  der  .Verrechnung  nach
amerikanischem  Vor  bilde  weiter  und  verlangte  diese  Ermittelung
der  Kosten  des  einzelnen  Arbeitsplla.tzies.
Es  erscheint  überflüssig,  mit  Rücksicht  auf  die  vorzüglichen  Monographien ­
  über  die  Selbstkostenberechnung  im  Maschinenbau,  hier
noch  einmal  ausführlicher  auf  die  Berechnungsmethoden  einzugehen.
Es  erübrigt  sich  auch  deshalb,  weil  an  verschiedenen  Stellen  dieses
Buches  auf  die  Berechnungsverfahren  Bezug  genommen  wurde  (vgl.
177  ff.).  Auf  einen  Umstand  .aber  wollen  wir  hier  nachdrücklich  hinweisen
  :  Die  monographischen  Darstellungen,  so  ausgezeichnet  sie
sind,  geben  fast  nie  jene  Faktoren  an,  die  für  die  Beurteilung  der  in
Vorschlag  gebrachten  Organisation  maßgebend  sind:  Die  Größe  des
Betriebes  nach  Arbeiter-,  Beamtenzahl  und  Umsatz,  die  Kosten  der
vorgeschlagenen  Selbstkostenberechnung.  Es  gibt  notwendige,
aber  auch  überflüssige  Unternehmungskosten,  auch
überflüssige  Kosten  der  Kostenermittelung.  Je  subtiler ­
  die  Kostenberechnung,  um  so  teurer  wird  sie  naturgemäß.  Es
können  unter  Umständen  die  Fehler  der  bisherigen  Kostenermittelung
geringer  sein  als  die  Kosten  einer  genaueren:  ex  malis  eligere
minima.
Die  Verteilungsmethoden  der  Unkosten  sind  bekannt:  Differenzierte ­
  Lohnaufschläge,  Maschinenbetriebsstunden, ­
  Arbeit.sk  osten  plätze.  Gelegentlich  wurde  erwähnt, ­
  daß  die  Betriebsverhältnisse  in  manchen  Unternehmungen  es
notwendig  erscheinen  lassen,  nicht  für  die  ganze  Unternehmuing
einen  Modus  zu  wählen,  sondern  an  den  verschiedenen  P'roduktionsstellen
  auch  verschiedene  Berechnungsweisen  zur  Anwendung  zu
bringen.  Ein  gutes  Beispiel  hierfür  bietet  ‘  die  Monographie  von
Lilien  thal,  in  der  die  Unkostenverteilung  wie  folgt  erledigt  wird:
I.  Allgemeiner  Maschinenbau.  (Katalogmäßige  Werkzeugmaschinen ­
  in  Serien  von  10—100  Stück.)
Prozentaufschlag  auf  produktiven  Arbeitslohn,  differenziert ­
  für  jede  der  15  Unterabteilungen.
Gliederung  der  Betriebsunkosten:
;1.  iAb  teilungsunk  osten,  direkt  für  jede  Abteilung  bestimmbar: ­
  Abschreibungen  und  Reparaturen  an  Werkzeugmaschinen, ­
  Verbrauch  an  Werkzeugen,  Kraft,  Riemen,  Hilfsmaterialien; ­
  Löhne  für  Hilfsarbeiter,  Lehrlinge;  Meistergehälter ­
  etc.
2.  Allgemeine  Werkstattunkosten  (Verwaltung,
Revision,  technisches  Bureau  etc.).
            
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