Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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sächliche  etwa  70o/o',  d.  i.  38  220  m  pro  Tag  =  622  g.
Die  Betriebskosten  für  l 1  kg  Garn  stellen  sich  auf  3,1  Pfg.,
1  Haspel  verursacht  19 1 / 4  Pfg.  tägliche  Kosten  (ohne  Löhne),
1 !  Tag  erfordert  Mk.  13,48  Generalkosten,  d.  i.  pro  Stunde
134,8  Pfg.
III.  Die  Betriebskosten  für  die  Kettenschermaschinen  sind  in
gleicher  Weise  zu  ermitteln  und  aus  der  durchschnittlichen  Leistung
und  dem  Lohn  einer  Arbeiterin  die  Durchschnittskosten  pro  Meter
Kette  zu  berechnen.
IY.—VI.  Die  Kosten  des  Schlichtens,  des  Schuß-Spulens  und
des  Webens  sind  ähnlich  zu  berechnen.
a)  Die  durchschnittliche  Tagesproduktion  der  Spülmaschinen
a
=  ——  xbxaix  600  berechnet  sich  aus  dem  durchschnittlichen
Umfang  der  Konusspule  (a),  der  Tourenzahl  pro  Minute  (b),  Zahl
der  Spindel  (m)  bei  lOstündiger  Arbeitsleistung,  70  o/o 1  effektiver
Leistung  und  der  Soll-Länge  des  verwendeten  Garns  auf  l l  kg  (siehe
II.);  die  Spulkosten  sind  zu  verteilen  autf  ll’  kg  Garn.  Z.  B.  Mk.  952,-—:
.  800.100.600  =  3,840  000  m  Fadenlänge  zu  70°/o  =  2,688  000  m
Tagesproduktion  zu  61,440  m  auf  1  kg  Garn  Nr.  36  =  40  kg
Tagesproduktion,  X  300  =  12  000,  d.  h.  8  Pfg.  Betriebskosten  für
1  kg  Garn  ohne  Materialkosten  und  Arbeitslöhne.
b)  Die  Tagesleistung  der  Webstühle  ist  zu  ermitteln  aus  der
stündlichen  Schußzahl,  dividiert  durch  die  Zahl  der  Fäden  pro  cm
Stoff,  mal  der  täglichen  Arbeitszeit  und  unter  Anrechnung  der  tatsächlichen ­
  Leistung  (etwa  60—70%!  der  theoretischen).
Die  Webekosten  werden  für  1  m  berechnet.
Die  Formel  für  die  Kalkulation  des  Einzelfabrikates  entspricht
der  auf  S.  326  angeführten;  doch  entfallen  die  prozentuellen  Lohnzuschläge, ­
  da  die  Betriebskosten  und  die  Arbeitslöhne  der  Spülmaschinen ­
  für  1  kg,  alle  anderen  Herstellungskosten  für  1  m  berechnet ­
  sind.
Wir  verteilten  alle  Fabrikationskosten  auf  die  einzelnen  Arbeitsstadien, ­
  also  auch!  die  Zinsen  und  Abschreibungen  auf  die  gemeinsamen ­
  Betriebsanlagen,  Kraft,  «Licht,  Aufsicht,  Betriebslöhne,  d.  h.
wir  ermittelten  die  Platzkosten  für  die  einzelnen  Maschinengruppen
und  Arbeitssäle.  Ungenauer  ist  die  Verteilung  dieser  gemeinsamen
Kosten  auf  die  Gesamtproduktion  des  Jahres,  auch  dann,  wenn  sie
etwa  die  Breite  der  Stoffe,  die  Zahl  der  Fäden  pro  cm  Stoff  in  Berücksichtigung ­
  zieht.
Zum  Schluß  ein  Beispiel  aus  der  Kriegswirtschaft  —  Mai
1918  —  für  Mischgewebe:
            
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