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hörigen direkten Herstellungskosten (§ 13) zu bewerten.
Darin liegt allerdings eine nicht ganz gerechte Verteilung der allge
meinen Kosten. Denn das Halbfabrikat hat bereits einen Anteil an
diesen. Durch die Bewertung im angegebenen Sinne wird das Jahr
der Fertigstellung mit dem ganzen Betrag belastet. Doch bleibt es
dem Unternehmer unbenommen, einen verhältnismäßigen Anteil an
diesen allgemeinen Kosten auch dem Halbfabrikant zu belasten 1 ).
Der Bewertung von vorrätigen Fabrikaten zum
Selbstkostenpreis liegt eine Absicht zugrunde, die
vielfach nicht erkannt wird: eine transitorische
Buchung der allgemeinen Kosten. Die Erzeugung der
Ware verursacht Generalkosten, die beim Verkauf durch erhöhten
Preis gedeckt werden müssen; da nun ein Teil der Ware unver
kauft ist, so lastet auf diesen Vorräten auch ein Teil der allgemeinen
Kosten, die durch den zukünftigen Verkauf ausgeglichen werden’
sollen. Durch die Einrechnung dieser verhältnismäßigen Anteile in
den Selbstkostenpreis wird dieser Teil der Kosten in das neue
Rechnungsjahr mitübertragen, vermindert dort den zukünftigen
Jahresgewinn. Diese Art der Bewertung bezweckt also eine gerechtere
Verteilung der jährlichen Generalkosten, die der kaufmännischen
Auffassung nicht immer entspricht. Ebenso könnte ein Warenhändler
durch verhältnismäßigen Aufschlag zum Einkaufswert einen Teil
seiner Handlungskosten in das nächste Jahr übertragen. Verausgabte
Unkosten sollen im Jahre ihrer Entstehung als Verluste gebucht
werden. Gut fundierte Unternehmungen unterlassen die anteils
mäßige Übertragung allgemeiner Unkosten und verbuchen die Summe
aller Kosten vollständig als Verlust des laufenden Jahres.
Falls jedoch die Herstellung eines Fabrikates mehrere Betriebs
jahre beansprucht, z. B. der Bau von Kriegsschiffen, wird der
Unternehmer nur durch transitorische Buchung, d. h. durch Ein
rechnung eines Teiles der allgemeinen Betriebskosten zum Herstel
lungspreis des Halbfabrikates ein richtiges Bild von der wirtschaft
lichen Lage seines Betriebes erhalten. Z. B.: Eine Werft arbeitet
drei Jahre an einem Schiffe; im ersten Jahre entstehen Mk. 480000
Betriebsunkosten bei direkten Kosten von Mk. 3 000 000, im zweiten
Jahre 520000. Stellt man am Ende des ersten Jahres nur die direkten
Ausgaben mit Mk. 3 000 000 als Inventurwert des Halbfabrikates ein,
so erscheinen in diesem Jahre Mk. 480000, im zweiten Mk. 520 000
') Theoretisch richtig wäre es, vom Verkaufswerte des Fabrikats die auf
die Fertigstellung noch zu verausgabenden Kosten, die Verkaufsspesen sowie
den auf die Fertigstellung entfallenden verhältnismäßigen Anteil an den Ver
waltungskosten, die Zinsen und den Untemehmergewinn abzuziehen Und die
Halbfabrikate mit dem so berechneten Wert einzustellen (Rehm, a. a. O. S. 714,
Anmerkung 7).