Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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buchführung  erfordert  die,Schaffung  brauchbarer  Formulare  und
Betriebsbücher,  die  mit  einem  Mindestmaß  von  Schreibarbeit
sicher,  schnell  und  einfach  die  Unterlagen  abgeben,  die  zur  Beantwortung ­
  aller  wichtigen  Fragen  des  Haushalts  einer  Unternehmung
notwendig  sind.  Diese  Aufzeichnungen  umfassen  nicht  nur  den
Geldwert  der  Leistungen  und  des  Verbrauchs,  sondern  auch  das
Wichtigste  über  den  Verlauf  des  Erzeugungsprozesses,  über  die
Leistungen  nach  Menge,  Zeit  und  Ort,  so  daß  eine  Prüfung  der
Angemessenheit  des  Verhältnisses  zwischen  Arbeitsleistung,  Arbeitszeit ­
  und  Lohn  sowie  die  Aufdeckung  arbeitstechnischer  oder  betriebsökonomischer ­
  Fehler  möglich  wird.  In  den  letzten  Jahren  sind
zahlreiche  Publikationen  über  die  Selbstkostenberechnung  einzelner
Unternehmungen  erschienen  (vgl.  Literaturangaben  am  Schluß  dieses
Buches),  monographische  Darstellungen,  die  mit  Recht  großen  Wert
auf  die  Darstellung  von  Formularen  legen,  häufig  nur  Sammlungen
solcher  Vordrucke  darstellen.  Da  diese  Monographien  stets  nur  die
besonderen  Betriebsverhältnisse  der  beschriebenen  Fabrik  berücksichtigen, ­
  so  wird  eine  einfache  Übertragung  der  in  Vorschlag  gebrachten ­
  Vordrucke  auf  den  eigenen  Betrieb  des  Lesers  nicht  ohne
weiteres  angängig  sein.  Wir  verzichten  deshalb  auf  eine  Darstellung
solcher  Formulare.
5.  Der  Statistik 1 )  sind  besondere  Aufgaben  zugewiesen.
Sie  soll  Vorgänge  produktionstechnischer  und  wirtschaftlicher  Art
zahlenmäßig  erfassen,  die  Buchführung  und  die  Kostenberechnung
in  solchen  Einzelheiten  ergänzen,  die  aus  diesen  beiden  Teilen  der
Rechnungsführung  nicht  unmittelbar  oder  nicht  in  der  gewünschten
Zusammenstellung  ersichtlich  sind.  Die  Statistik  insbesondere  großbetrieblicher ­
  Unternehmungen  dient  der  allgemeinen  Kontrolle,
ermöglicht  ein  tieferes  Eindringen  in  die  zahlenmäßig  erkennbaren
Wirkungen  und  Ursachen  und  bildet  dergestalt  eine  wertvolle  Hilfe
der  Fabrikleitung  und  der  Organisation.  Gegenstand  statistischer
Aufzeichnungen  sind  beispielsweise:  Die  Aufteilung  der  Lohnsumme
in  Stunden-  und  Akkordlöhne,  nach  männlichen,  weiblichen  und
jugendlichen  Arbeitern,  nach  Beruf  und  Betrieben,  Berechnung  des
durchschnittlichen  Stundenlohns,  Aufzeichnungen  und  Arbeitsleistungen, ­
  Beschäftigungsgrad,  Bestellungen,  Lagereinkaufs-  und  Verkaufspreise, ­
  Absatzmenge  u.  dgl.  m. 2 ).
doppelten  Buchführung  verrechnet.  Die  für  den  Jahresabschluß  notwendige
Verbindung  zwischen  Geschäfts-  und  Betriebsbuchhaltung  wird  durch  gemeinsame ­
  Konten  hergestellt:  Konto  des  Betriebes,  Konto  der  Zentrale.
')  Lilienthal,  a.  a.  0.,  S.  192  f.  Calmes,  Die  Statistik  in  Fabrik-  und
Warenhandelsbetrieben.  Leipzig  1911  ff.;  Leitner,  Die  Kontrolle  in  kaufm.
Unternehmungen,  Frankfurt  a.  M.,  1920,  S.  116—193.
2 )  Wegen  der  Bedeutung  der  Persönlichkeit  für  den  Erfolg  einer  geordneten ­
  Selbstkostenberechnung  vgl.  Meitzer,  Grundzüge,  S.  24.  Hier  ist
            
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