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omni utilitate quae ullomodo inde provenire poterit, nostra regal-
traditione perpetualiter donavimus.“
Auch diese Urkunde spricht für das Bergregal.
Im Jahre 1028 erteilte Kaiser Konrad II. dem Bistum Basel eine
Verleihung 1 , in welcher es heißt:
„Sanctae Basiliensis ecclesiae venerabilis Episcopi obtemperantes
petitioni quasdam venas et fossinas argenti in comitatu Bertholdi
et in pago Brisichgowe, atque in locis Moseberch, Lupencheim-
haha, Cropach, Steinebronnen superius et inferius et in valle
Sulzberc, Baden, Luxberc nominatis, aliisque inibi locis inventas
et sitas, quiquid inde nostrum attingit, cum omni utilitate, quae
ullo modo inde provenire queat, ecclesiae supradictae contulimus
et in perpetuum tradidimus.“
Auch diese Urkunde läßt sich nicht anders wie durch die Annahme
eines Bergregals erklären*. Das im Jahre 1028 an Basel übertragene
Begbaurecht hat dieses später dem Grafen von Freiburg als ein After
lehen übertragen 8 ; eine Tatsache, welche deshalb bemerkenswerterscheint,
weil sie die Unabhängigkeit der Bergwerke vom Oberflächenbesitze
klar erkennen läßt. Hervorzuheben ist noch, daß aus der Urkunde vom
Jahre 1028 die utilitates aus den Bergwerken als der hauptsächliche
Inhalt des Bergregals hervortreten.
I Die Urkunde ist abgedruckt in der Genealogia Diplomatien Augustae
Gentis Habsburgicae, Viennae 1737, tom. II pars I p. 109, ebenso in Trouillat,
Monuments de levfeche de Bäle I p. 161 und sonst mehrfach.
5 S. auch Waitz, Deutsche Verfassungsgeschichte VIII 270, Anm. 1 und
besonders Gothein, Wirtschaftsgeschichte des Schwarzwalds S. 20, 30, 34, 529 f.:
„Regalbegriff war Erbschaft der Imperatoren, bis 1028 Königsbesitz, niemals Zu
behör zum Grundeigentum“, s. auch S. 577, 615. „Die Grundbesitzer“, führt Gothein
S. 602 aus, „erhalten (für ihre Inkonvenienzen) eine kleine Entschädigung“; „die
Berge sind im Eigentum des Regalherrn, keine Spur eines Vorzugsrechts des
Grundbesitzers“ (S. 615); s. auch L. H. Biot, De la proprietd des mines p. 19f.:
« Ce droit regalien (der Römer) est passe dans notre ancienne trance comme le
ddmontrent une foule de textes, chartes ou ordonnances > und p. 22: < Le droit
fiscal des Romains .... est passe dans le domaine des rois francs sans change
de nature.» Im Jahre 1321 erklärte König Philipp der Lange „les mines de
droit royal et dominial“, daselbst S. 24. Naudier, Traite p. 11 erklärt „la rede-
vance etablie sur les mines que nous retrouvons dans les plus anciens documents
qui nous restent de l’ancienne monarchie —, on peut dire qu’elle est d’origine
romaine“. S. auch v. Below, Der deutsche Staat des Mittelalters, S. 148, 242,
275, 312.
II Trenkle, Geschichte des Bergbaues im südwestlichen Schwarzwalde, in der
Zeitschrift für Bergrecht Bd. 11 S. 194.