§ 4- Wohnung, Ernährung und Gefundhcit
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Erhebungen aus dem Jahre 1901
dartun. In den als Arbeitsftätte
dienenden Küchen entfiel auf die einzelne Perfon ein Luftraum von
weniger als 3 cbm in 1 Falle,
von weniger als 4 cbm in 2 Fällen
von weniger als 11
cbm in 3 Fällen
5 „ „5 „
12
„ „ 4 „
6 „ „5 „
13
„ „ 2 „
7 .. „6 „
„ 14
„ „ 4 „
8 „ „8 „
15
„ „ 2 „
9 „ „ 3 „
16
„ „ 3 „
„ 10 „ „ 7 „
von 17—21
„ „ 5 „
in den als Arbeitsftätte dienenden Wohnräumen
unter 5 cbm in 2 Fällen
unter 12—14 cbm
in 6 Fällen
„ 6—8 „ „ 5 „
,, 14—16 „
„ 3 „
„ 8—10 „ „ 9 „
„ 10—12 „ „ 6 „
„ 16—20 „
„ 5 „
in den Werk ftätten
unter 5 cbm in 2 Fällen
unter 12—14 cbm
in 6 Fällen
„ 6—8 „ „11 „
„ 14—16 „
„ 5 „
„ 8—10 „ „ 5 „
„ 16—20 „
„ 9 „
„ 10—12 „ „ 6 „
„ 20—37 „
„ 5 „ ’)
H. Grandke 2 ) hat die Schlafräume in 84 Heimarbeiterwohnungen
gefondert in Betracht gezogen und kommt zu dem Refultat, da(z einen Luft
raum
von weniger als 20 cbm 69,8 Prozent aller Perfonen
15 „ 44,4
10 „ 16,3
zur Verfügung haben.
f
Einen etwas tiefem Einblick in die innigen Zufammenhänge von Wohnung
und Leben der Heimarbeiter gewähren die Schilderungen von Käthe Gaebel
auf Grund der durch den Gewerkverein der Heimarbeiterinnen angeftellten
ftatiftifchen Untersuchung. 3 ) Sie hat die Enquete nach drei Gefichtspunkten
bearbeitet: nach der Anzahl der Zimmer, der Bewohnerzahi
pro Raum und dem Mietpreis.
Die Mehrzahl der in die Enquete einbezogenen Heimarbeiterinnen (die
durchweg der Mittelfchicht der Arbeiterfchaft angehören) hat Zweizimmer
wohnungen zur Verfügung. In einigen Städten, wie Berlin, Breslau, Königs
berg, München, Neifze, Pofen, überwiegt die Einzimmerwohnung. Dreizimmer
wohnungen kommen, wenn auch in geringer Anzahl, in allen berückfichtigten
*) Vgl. das Referat von Prof. Dr. Sommerfeld auf dem erften allgemeinen
Heimarbeiterfchutzkongrefc 1904 (Protokoll 48).
2 ) 0 r a n d k e a. a. 0. 295 ff.
3 ) K. 0 aeb e 1 a. a. 0. 12 ff.