Full text: Die südrussische Eisenindustrie

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Die Zukunft der südrnssisohen Eisenindustrie. 
Dauer gefährdet werden. Im Jahre 1916 verteilte sich die Brenn - 
stofiversorgung Rußlands wie folgt: 
Durch Kohlen des Donezgebietes .... 34,5°/ 0 
Durch Kohlen des übrigen Rußlands . . 2,5°/ 0 
Durch Naphtha 12,0°/ 0 
Durch Holz 51,0°/ n 
Als einzige große Quelle festen Brennstoffes steht Rußland 
demnach das Donezgehiet zur Verfügung, welches sowohl, was die 
Güte seiner Kohle wie die Mächtigkeit seiner Vorräte anbetrifft, 
auf lange Zeiten hinaus die Bedürfnisse der russischen Industrie 
in ihrer bisherigen Entwicklung und die Hausbrandversorgung Süd 
rußlands decken kann. 
Das Donez-Kohlenvorkommen erstreckt sich über den 
östlichen Teil des Gouvernements Jekaterinoslaw, den südlichen Teil 
des Gouvernements Charkow und den westlichen Teil des Don-Ge 
bietes. Auf dieser weiten Fläche begegnet man den verschiedensten 
Arten von Kohlen, vom Anthrazit bis zur Gaskohle. Die Fläche, 
in welcher Anthrazit vorkommt, ist doppelt so groß, als die Fläche, 
in der die übrigen Arten der Steinkohlen ausgebeutet werden. 
Man hat die Menge Anthrazit bis zu einer Tiefe von 1700 m 
auf 2293 Milliarden Pud 1 ) geschätzt, während die Vorräte an 
Weichkohle auf 1098 Milliarden Pud 2 ) geschätzt worden sind. 
Trotzdem also die Menge an Anthrazit ganz bedeutend die, der 
übrigen Steinkohlenarten überwiegt, ist die Anthrazitförderung bis 
zum Jahre 1910 verhältnismäßig gering geblieben. 
Die Förderung des Anthrazits begann in den ersten Jahren des 
19. Jahrhunderts. Erst um 1850 wird außer der Anthrazitförderung 
auch eine Weichkohlenförderung genannt. 
Die Entwicklung der Kohlenförderung im Donezgebiete seit 
1850 zeigt folgende Tabelle: 
Jahr 
Förderung an 
Anthrazit | Weichkohle 
in Millionen Pud 
1850 
2,2 
0,6 
1860 
7,0 
1.0 
1870 
14,0 
6,0 
1880 
29,2 
57.0 
1890 
36,4 
146,7 
1900 
71.8 
600,5 
1910 
157,4 
861,3 
1914 
313,5 
1399,6 
0 37 Milliarden Tonnen. 
2 ) 18 Milliarden Tonnen.
	        
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