UNGARN
Nachtrag (12. Dezember 1914)
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Inhalt im einzelnen
mögens deshalb nicht begleichen konnte, weil seine Mieter die der rückständigen
Miete entsprechende Summe infolge des ihnen zukommenden Moratoriums
nicht bezahlt haben. Das zweite Alinea § 1 gilt auch für
diesen Fall.
Eine Hauptmiete ist im Sinne dieser Verordnung ein solcher Vertrag,
kraft dessen jemand (der Hauptmieter) ein aus mehreren Wohnungen bestehendes
Haus oder im Hause mehrere Wohnungen mietet, um sie anderen
zu vermieten.
§ 19. Wenn der Hauptmieter den Hauptmietvertrag (§ 18, Absatz 2)
durch Kündigung oder ohne eine solche aufhebt, kann der Hauptmieter
a uf Grund dieser Aufhebung von seinem Mieter nicht die Remittierung
der gemieteten Lokalität fordern, es sei denn, daß ein solcher Umstand
obwaltet, auf Grund dessen dies — mit Rücksicht auf die Vorschriften des
§ 4, Punkt 8 und des § 17 — auch der Hauptmieter hätte fordern können.
§ 20. Wenn im Falle einer Hauptmiete (§ 18, Absatz 2) dem Hauptuiieter
für seine Mietzinsschuld ein Moratorium zukommt, hat der Hauptv
ermieter ein gesetzliches Pfandrecht auf die Mietzinsforderung
des Hauptmieters gegenüber seinem eigenen Mieter.
E* e r Mieter des Hauptmieters kann jedoch den Mietzins insolange wirksam
z u Händen des Hauptmieters zahlen, als ihm der Hauptvermieter dies nicht
untersagt.
Nach der Untersagung kann der Hauptvermieter sein dem eigenen
Mieter gegenüber bestehendes gesetzliches Pfandrecht ausüben. Der Verzicht
des Hauptmieters auf dieses Pfandrecht oder eine solche Vereinbarung
zwischen dem Hauptmieter und seinem Mieter, welche dieses Pfandrecht
ausschließt oder beschränkt, ist dem Hauptvermieter gegenüber wirkungslos.
Die Normen dieses Paragraphen sind auch im Falle der Überla
ssung einzelner Wohnungen oder W o h n u n g s t e i 1 e an
Aftermieter entsprechend anzuwenden.
V. Ausnahmebestimmungen hinsichtlich der durch die kriegerischen
Ereignisse unmittelbar betroffenen Schuldner.
§ 21. Die für den Fall der Nichterfüllung bestimmten Rechtsfolgen
treten — die Verpflichtung zur Zahlung von Verzugszinsen ausgenommen —
Während der Zeit, insolange am Wohnsitze oder Orte der Geschäftsniederfassung
des Schuldners die Tätigkeit des Gerichts infolge der kriegerischen
Ereignisse ruht, nicht ein.
§ 22. Wenn der Schuldner nachweist, daß er durch feindlichen Einfall
oder durch die damit verbundenen Ereignisse an seinem in der hierdurch
betroffenen Gegend befindlichen Vermögen einen derartigen Schaden
Glitten hat, infolgedessen er seine Geldschuld — ohne Gefährdung seiner
Existenz oder der Existenz seiner ihm gegenüber zum Unterhalte berech-Egten
Angehörigen oder der Fortführung seines wirtschaftlichen Unter