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Resultate lediglich als eine Aufforderung zur Vornahme weiterer
Untersuchungen zu betrachten.
342. Mittels der hier beschriebenen Methode vermag man also
— wenigstens bis zu einem gewissen Grade — den Einfluß einer
einzelnen Ursache (beispielsweise die Wirkung der Altersgliederung)
auszuschalten. Diese Methode läßt uns daher, wie wir weiter unten
des näheren sehen werden, einen Spatenstich tiefer graben als sonst
der Fall sein könnte, auch in Fällen, wo das Material nicht einseitig
ist (wo die zwei Beobachtungsreihen also die gleiche Einteilung
zulassen).
In diesem Falle kann man indes nicht nur wie oben die Anzahl
der Sterbefälle berechnen, die bei der besonderen Altersgliederung
jeder Gruppe in den betrachteten Berufsgruppen zu erwarten wären,
wenn diese auf den verschiedenen Altersstufen dieselbe Sterblichkeit
wie die Gesamtbevölkerung hätten; die benutzte Voraussetzung ermöglicht
nämlich eine Berechnung der Sterblichkeitsquotienten für
jede Altersstufe in beiden Gruppen, so daß man also auch die Anzahl
von Sterbefällen berechnen könnte, welche bei der auf den verschiedenen
Altersstufen faktisch geltenden Sterblichkeit in jeder der
Gruppen eintreffen würden, wenn diese Altersgliederungen nicht
verschieden, sondern beispielsweise gleich derjenigen der Gesamtbevölkerung
wären.
Diese Form für die Methode der erwarteten Anzahl wird gewöhnlich
eine Standardberechnung!) genannt und, wo die
Bedingungen für ihre Anwendung vorhanden sind, ungemein viel
benutzt. Als Beispiel sei im folgenden Schema die Anzahl der
Sterbefällle berechnet, die man nach den oben angeführten Sterblichkeitsquotienten
für Rechtsanwälte und Kontoristen erwarten würde,
wenn die Altersgliederung dieser beiden Gruppen derjenigen der gesamten
männlichen Bevölkerung entspräche. Da es hierbei lediglich
auf den relativen Bestand der einzelnen Altersklassen und nicht darauf
ankommt, wieviel Personen die Altersklassen überhaupt umfassen,
so ist die Standardbevölkerung von einer solchen Größe (8900) gewählt
worden, daß sie bei der für die Gesamtbevölkerung geltenden
Sterblichkeit gerade 100 Sterbefälle jährlich aufweisen wird:
ı) Über die Standardberechnung 8. L. von Bortkiewiez, Über die Methode
der „standard population“ im „Bull. de l’Institut International de Stat.“,
T. XIV, deuxieme livraison. Berlin 1904, S. 417 ff.