Full text: Die Arbeitsverhältnisse Zürcherischer Ladentöchter und Arbeiterinnen

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3. Wie viel Lohn erhalten Sie per Tag? oder per Woche? 
oder per Monat? oder per Stück? 
Müssen Sie Material liefern? 
Werden Sie wöchentlich, alle 14 Tage oder monatlich ausbezahlt? 
Haben Sie Ferien? Wie lange? 
Bezahlte oder unbezahlte? 
4. Können Sie wöchentlich oder monatlich künden, resp. entlassen werden ? 
5. Ist an Ihrem Wohnort die Arbeitsvermittlung gesetzlich geregelt? 
Ist sie unentgeltlich? 
6. Haben Sie Kost und Logis in Ihrer Familie? 
In einem Kosthaus? Im Geschäft? , 
Wieviel müssen Sie per Monat für den Unterhalt rechnen? 
7. Sind Sie Mitglied einer Krankenkasse? 
8. Besteht an Ihrem Ort ein gewerbliches Schiedsgericht? 
9. Bestehen Fortbildungsgelegenheiten? Vorträge , Lesesäle Biblio 
theken , Kurse und dergl 
Gibt es an Ihrem Ort Arbeiterinnenvereine? Welche? 
10. Sind Ihnen besondere Ubelstände in Ihrem Berufe bekannt? Welche? (regel 
mässige Arbeitslosigkeit, •— drückende Abhängigkeit, — ungenügende Unter 
kunft, etc.) 
: - , den 1913. 
(Ort und Datum.) 
In bezug auf die äussere Gestaltung des Fragebogens haben 
wir zu bemerken, dass selbstverständlich besser ein kartonartiges 
Papier statt des weichen hätte gewählt werden sollen, da die 
bei der Verarbeitung notwendigen Manipulationen bei solch dünnen 
Bogen ausserordentlich erschwert werden, ja eine grosse Enquete 
auf diese Weise fast verunmöglicht würde. Freilich im vorlie 
genden Falle, wo ja nur einige Hundert Fragebogen in Betracht 
kommen, hat diese technische Unvollkommenheit nicht viel zu 
bedeuten. Zur eigentlichen Verarbeitung konnten 340 Bogen 
verwendet werden. 
Was nun die Fragen und deren Beantwortung anbelangt, 
so konstatieren wir folgende Tatsachen: 
1. Lehrzeit. Die bezüglichen drei Fragen sind in ver 
hältnismässig sehr geringem Masse beantwortet worden. Das 
Eintrittsalter in die Lehre ist von 98, die Dauer der Lehrzeit 
von 108 und die Frage nach einer Lehrlingsprüfung von 112 Bogen 
unberücksichtigt geblieben. Es mag nicht immer böser Wille 
Vorgelegen haben, sondern bei der Verschiedenartigkeit der Berufe,
	        
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