Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Tie Eisenbahnen: Oberbau. 
Langschwellen verlegt. Die Great Westernbahn baute später aus Verkehrsrücksichten eine 
dritte Schiene mit Langschwelle ein, so daß ihre Strecken sowohl von den breit-, als auch 
normalspurigen Fahrzeugen befahren werden konnten. Die letzten mit der Brückschiene 
belegten Strecken standen in England noch bis zum Jahre 1892 — bis zur vollständigen 
Beseitigung der Great Western-Breitspur — in Benutzung. Die 1900 eröffnete unter- 
aiss - 
k — - «35 >, 
117. Schienenstoß für 
Srüchschienen. 
118. Strick1anL-(Srnnel-)Schiene. 
(elektrische Tunnelbahn) hat wieder Brückschienen mit 
irdische „Central-Londonbahn" 
Langschwellen erhalten. 
Aus der Brückschiene leitete 1849 W. Barlow die „Sattelschiene" lAbh. 119) ab, 
bei der jegliche Schwellenunterstützung gespart werden sollte. Der Erfinder nahm an, daß 
die mit 330 mm breiten Auflagerflächen versehenen Schienen bei guter Ausfüllung des Hohl 
raumes mit Bettungsmaterial den Druck der Radlasten auf die Bettung unmittelbar zu über 
tragen geeignet seien. Die 
Schienen waren 46—62H2 
kg/m schwer, 20' — 6,1 m 
lang und an den Stößen 
ISspsSJ durch untergenietete Eisen- 
Platten starr miteinander 
verbunden. Zur Erhaltung 
jpggpÜfcixF der Spurweite dienten an- 
sanglich zwischengenietete 
Winkeleisen, die (ans der 
^ Sf Midlandbahn) später, weil 
zu schwach, durch eiserne 
Querschwellen, schließlich 
m. Stimme Triiserschirnr, 1854. rmrch hölzerne Querschwel- 
leu ersetzt wurden. Es 
sind damals in England, Frankreich und Amerika lange Strecken mit dieser Schiene ausgerüstet 
worden, sie bewährte sich aber nicht auf die Dauer, und es blieb bei diesen Versuchen. —■ 
Adams suchte denselben Zweck mit der 1854 von ihm eingeführten Trägerschiene (Abb. 120) 
zu erreichen, war aber auch nicht erfolgreicher. In diesen beiden Schienenformen erblicken 
wir die Vorläufer der seit Mitte der 70er Jahre in Deutschland wiederholt aufgetauchten 
verschiedenen Schwellcnschienen (S. 157). 
119. Nartowe Kottclschirnr, 1849. 
121. Lockre NopprUiopflckirnc. 122. Ocklrnkopllcktrnr 
der rngtischril Aichneii, 
1898. 
Im Gegensatz hierzu fand die 1835 von I. Locke (nicht von R. Stephenson, wie 
die deutsche Litteratur angibt) in Vorschlag gebrachte und von ihm zuerst auf der 
damaligen englischen Grand Junction Eisenbahn erprobte doppelköpfige Schiene*) 
*) Sie hatte nach einem im Februar 1852 von dem um die Entwickelung des Eisenbahn 
gleises verdienten Ingenieur Bridges Adams gehaltenen Vortrage über Oberbau 114 mm Höhe, 
64 mm Kopfbreite und bereits ein Gewicht von 31 kg/m.
	        
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