Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Stoßsangschiene  und  Stoßbrücke.

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Abarten  in  jenem  Lande.  Ein  um  1890  auf  den  preußischen  Staatsbahnen  mit  der
amerikanischen  Stoßbrücke  gemachter  Versuch  schlug  fehl.
Hierher  gehört  auch  die  Stoßfangschiene,  wie  sie  seit  einigen  Jahren  u.  a.  ans
den  Stadtbahnen  in  Berlin  und  Wien  in  Anwendung  ist.  Sie  besteht  auf  der  letztgenannten ­
  Bahn  nach  Abb.  128  ans  einem  auf  den  Stoßschwellen  ruhenden  Schienenstück,
das  an  beiden  Enden  abgeschrägt ­

  ist  und  sich
gegen  die  Außenseite
der  Fahrschienen  lehnt.
Infolgedessen  laufen  die
Räder  sanft  und  allmählich ­
  aus  sie  über  —  wodurch ­
  die  Fahrschienen
entlastet  werden  —  um
nach  Passieren  der  Stoßfuge ­
  ebenso  wieder  auf
die  Fahrschiene  überzutreten. ­
  Stoßfang-  und
Fahrschiene  sind  durch  eine
Doppelkopf-  und  Winkellasche ­
  nebst  Schraubbolzen ­
  miteinander  verbunden. ­
  Beide  Schienen
stützen  sich  auf  den
Schwellen  auf  eine  gemeinsame ­
  Unterlags  -
platte.  Solange  keine
nennenswerte  Abnutzung
eingetreten  ist,  wirkt  diese
Stoßverbindnng  günstig:  das  hämmernde  Geräusch  ist  beseitigt,  und  die  Fahrzeuge  rollen
sanft  über  sic  fort.  Für  die  Nachbarhäuser  der  Stadtbahnen  ist  dieses  von  ganz  besonderer
Bedeutung.  Ihr  Verhalten  auf  der  Wiener  Stadtbahn,  auf  der  8000  Stoßfangschienen
seit  1898  in  Benutzung  sind,  wird  zwar  gelobt,  aber  wenn  irgendwo  das  alte  Wort:
„Nur  Erfahrung  ist  der  Meister"  gilt,  so  ist  dieses  gerade  beim  Eisenbahn-Oberbau  der
Fall.  Langjährige  Erprobungen  können  hier  allein  zu  einem  endgültigen  Urteil  führen,
und  diese  liegen  bei  der  Stoßfangschiene  noch  nicht  genügend  vor.

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126.  Kaarmanns  WechfelstrgKIattstotz  für  die  Kleinbahn
Kirchlrngern-Maüückr.

127.  Älteste  Form  der  Ktohbrücke,  1849.

Gleisbau.
Je  nach  der  Schienenunterstützung  unterscheidet  man:  1)  Querschwellen-Oberbau,
2)  Langschwellen-Oberbau,  3)  Oberbau  mit  Einzelstützen,  4)  Oberbau  ohne  besondere  Unterstützung ­
  (Schwellenschienen),  und  nach  der  Schienenform:  a)  Breitfußschienengleise,  b)  Stuhlschienengleise. ­
  a)  u.  b)  finden  heutigestags  bei  1)  u.  3)  Verwendung,  2)  u.  4)  werden  mit  der
Breitfußschiene  verlegt.  Hölzerne  Querschwellen  haben  sich  am  besten  bewährt  und  sm
auch  zur  Zeit  noch  vorherrschend.  Die  Schienen  ruhen  auf  ihnen  elastischer  als  auf  Ei)en,
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