Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Lokomotive

nung  der  Lokomotive  ein,
Timothy  Hackworth,
derzeit  Betriebsleiter  der
letztgenannten  Bahn,  zuvor
  Mitarbeiter  von
Hedley  beim  Ban  des
„Puffmg  Billy“  und  dann
Ingenieur  in  der  Stephensonschen
  Lokomotivfabrik.
  Hackworth  baute
1827  eine  von  Wilson  in
Newcastle  ein  Jahr  zuvor ­
  für  die  vorerwähnte
Bahn  gelieferte  Lokomotive ­
  erfolgreich  um.  Er
gab  vor  allem  die  bisherige ­
  Cylinderanordnnng
  oben  auf  dem  Kessel
auf  und  brachte  nach
Abb.  193  die  Cylinder  zu  beiden  Seiten  des  letzteren  an,  derart,  daß  sie  vereint  nur
eine  Rad  ach  se  antrieben  und  zwar  mit  rechtwinklig  versetzten  Kurbeln.  Das  war  ein
wichtiger  Fortschritt.  Um  sodann  das  ganze  Lokomotivgewicht  für  die  Zugkraft  ausnutzen
zu  können,  verband  er  die  übrigen  vier  Räder  mit  den  beiden  Treibrädern  durch  Kuppelstangen,
  deren  Köpfe  der  Abnutzung  wegen  mit  nachstellbaren  Lagern  versehen
waren.  Dieser  ganze  Räderantrieb  ist  —  abgesehen  von  der  senkrechten  Cylinderlage ­
  —  seitdem  allgemein  zur
Anwendung  gelangt  und  bis  auf
den  heutigen  Tag  beibehalten
worden.  Um  die  bei  der  erwähnten ­
  Cylinderstellung  unvermeidlichen ­
  Auf-  und  Abwärtsschwingungen ­
  des  Kessels  und  der  Maschine ­
  zu  vermeiden,  erhielt  die
Treibachse  keine  Federn,  sondern
nur  die  Kuppelachsen.  Unter  den
sonstigen  Neuerungen  an  dieser
„Royal  George"  genannten
Lokomotive  ist  das  zum  erstenmal ­
  hier  richtig  angeordnete
Blasrohr,  die  Seele  des  Lokomotivkessels,
  besonders  zu  erwähnen.  Dasselbe  besaß  bereits  eine  trichterförmig  verengte
Mündung  —  angeblich  von  Gurney  1826  zuerst  an  einer  Straßenlokomotive  bezw.
Dampfdroschke  angewandt  —  und  lag  genau  in  der  Mitte  des  Schornsteinquerschnitts.
Nur  bei  solcher  Lage  und  Form  kann  es,  wie  in  der  Einleitung  dieses  Abschnitts  dargelegt ­
  wurde,  richtig  wirken.  Stephenson  war  dieses  noch  unbekannt.  Er  führte  zwar,
wie  es  Trevithik  1804  schon  gemacht  hatte,  den  Abdampf  in  den  Schornstein,  allein  nach

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194.  Stepyenions  Lokomotive  „Ameriro",  1828.
            
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