Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

271 
Befestigung der Radreifen. Buffer. 
Hämmern der Räder auf die Schienen können sie aber, namentlich bei geringerer Stärke, 
dennoch mit der Zeit gelockert werden. Sie drehen sich dann auf dem Radkörper, zumal 
wenn Bremsklötze auf sie wirken. Um dieses und zugleich auch das Abfliegen der Rad 
reifen im Falle des Zerspringens zu verhüten, werden sie noch durch besondere Mittel 
mit dem Rade verbunden. Aus den mehr als 100 im Laufe der Jahre hierfür ersonnenen 
Anordnungen haben sich diejenigen am besten bewährt, die den Reifen am ganzen Um 
fange festhalten. Es sind dies die Klammerringe von Mansell der Abb. 277 und der 
Sprengring der Abb. 280. Letzterer ist ein aufgeschnittener, schmiedeiserner Ring, der 
280. Sprrnsringbefeftignrig 
-er preußischen Staatstmhncn. 
281. Altere Sprrngringbrfrstigung. 
Patent Gibson, 1854. 
halb in den Reifen, halb um den Radkörper gelegt wird. Um ihn am Herausfallen aus 
der Reifennut zu hindern, wird die Außenkante der letzteren niedergehämmert. Diese 
Befestigung hat in den letzten Jahren eine sehr große Verbreitung gefunden. Sie ist 
übrigens nicht neu, sondern schon 1854 von dem Engländer Gibson ersonnen worden, 
hat aber damals wenig Beachtung gefunden und geriet in Vergessenheit. Etwa 20 Jahre 
später wurde sie in Deutschland in verbesserter Art neu erdacht und hat dann im Verlauf 
weiterer 20 Jahre bei uns und im Auslande fast alle anderen Reifenbefestigungen ver 
drängt. Krupp hat das Zusammenschweißen des Reifens mit dem Radkörper vor 
geschlagen und viele Räder hiernach ausgeführt. Diese Befestigungsart ist umständlich 
und teuer, aber auch die sicherste. 
282. Ausser mit Spiralfeder und Nnfferkren;. 
Zug- und Stoßvorrichtungen. Eine noch nicht befriedigend gelöste Frage ist 
die der Zugvorrichtung und Kuppelung, durch die die einzelnen Fahrzeuge mit 
einander verbunden werden. Trotz namhafter Fortschritte gegen früher lassen alle bis 
herigen Anordnungen noch zu wünschen übrig. In Europa steht für alle Hauptbahnen 
das Zweibuffersystem*) in Anwendung, in Amerika der Ein- oder Zentralbuffer, der 
auch bei Kleinbahnen meistens in Benutzung ist. Dementsprechend sind auch die Kuppe 
lungen verschieden. 
*) Die Bezeichnung Buffer stammt von dem englischen to bull — stoßen. Das häufig 
hierfür gebrauchte Wort „Puffer" ist unrichtig.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.