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Befestigung der Radreifen. Buffer.
Hämmern der Räder auf die Schienen können sie aber, namentlich bei geringerer Stärke,
dennoch mit der Zeit gelockert werden. Sie drehen sich dann auf dem Radkörper, zumal
wenn Bremsklötze auf sie wirken. Um dieses und zugleich auch das Abfliegen der Radreifen
im Falle des Zerspringens zu verhüten, werden sie noch durch besondere Mittel
mit dem Rade verbunden. Aus den mehr als 100 im Laufe der Jahre hierfür ersonnenen
Anordnungen haben sich diejenigen am besten bewährt, die den Reifen am ganzen Umfange
festhalten. Es sind dies die Klammerringe von Mansell der Abb. 277 und der
Sprengring der Abb. 280. Letzterer ist ein aufgeschnittener, schmiedeiserner Ring, der
280. Sprrnsringbefeftignrig
-er preußischen Staatstmhncn.
281. Altere Sprrngringbrfrstigung.
Patent Gibson, 1854.
halb in den Reifen, halb um den Radkörper gelegt wird. Um ihn am Herausfallen aus
der Reifennut zu hindern, wird die Außenkante der letzteren niedergehämmert. Diese
Befestigung hat in den letzten Jahren eine sehr große Verbreitung gefunden. Sie ist
übrigens nicht neu, sondern schon 1854 von dem Engländer Gibson ersonnen worden,
hat aber damals wenig Beachtung gefunden und geriet in Vergessenheit. Etwa 20 Jahre
später wurde sie in Deutschland in verbesserter Art neu erdacht und hat dann im Verlauf
weiterer 20 Jahre bei uns und im Auslande fast alle anderen Reifenbefestigungen verdrängt.
Krupp hat das Zusammenschweißen des Reifens mit dem Radkörper vorgeschlagen
und viele Räder hiernach ausgeführt. Diese Befestigungsart ist umständlich
und teuer, aber auch die sicherste.
282. Ausser mit Spiralfeder und Nnfferkren;.
Zug- und Stoßvorrichtungen. Eine noch nicht befriedigend gelöste Frage ist
die der Zugvorrichtung und Kuppelung, durch die die einzelnen Fahrzeuge miteinander
verbunden werden. Trotz namhafter Fortschritte gegen früher lassen alle bisherigen
Anordnungen noch zu wünschen übrig. In Europa steht für alle Hauptbahnen
das Zweibuffersystem*) in Anwendung, in Amerika der Ein- oder Zentralbuffer, der
auch bei Kleinbahnen meistens in Benutzung ist. Dementsprechend sind auch die Kuppelungen
verschieden.
*) Die Bezeichnung Buffer stammt von dem englischen to bull — stoßen. Das häufig
hierfür gebrauchte Wort „Puffer" ist unrichtig.