Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Klappen-  und  Trommelwehre.

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etwaige  Beschädigungen  derselben  leicht  und  ohne  erhebliche  Störung  der  Schiffahrt  auszubessern. ­
  Die  Stauwand,  die  aus  Schützeutafeln  oder  Rollläden  besteht,  wird  auch  hier
mittels  fahrbarer  Winden  gehoben.  Sie  stützt  sich  gegen  eiserne  Ständer,  die  im  Aufhängungspunkte ­
  drehbar  an  der  Brücke  befestigt  sind;  meist  werden  einige  zu  einem  festen
Rahmen  verbunden.  Unten  werden  sie  durch  den  Wasserdruck  gegen  einen  Vorsprung  der
Wehrkrone  gepreßt.  Sollen  die  Ständer  aufgezogen
werden,  so  sind  sie  gegen  den  Strom  zu  bewegen;  dies  —  gjfgggfejffiffjgjgi
ist  bei  Flüssen,  die  viel  Eis  führen,  manchmal  mit
Schwierigkeiten  verbunden.  Man  baut  daher  die
Ständer  so,  daß  ihre  untere  Stütze  durch  geeignete
Mittel  ausgelöst  werden  kann  und  sie  sich  mit  der
Strömung  bewegen;  dann
JVb/maler,

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450.  jrlnppcnuirhr.

riefelst ­

  erfolgt  das  Ausziehen  JVbnnaler  krfc;  TJüsserstand
derStänder  unter  die  Brücke.
Dieses  geschieht  mittels  Winden, ­
  die  bei  ungenügender
Breite  der  ersten  Bedienungsbrücke ­
  eine  zweite  erfordern.
Nach  vorstehenden  Gesichtspunkten ­
  sind  die  Wehre
an  der  Seine  bei  Poses  und
Suresnes  gebaut,  die  beide
für  ein  Nadelwehr  zu  große
Stauhöhe  haben;  auch  in  Deutschland  ist  eine  mustergültige  Anordnung  dieser  Art  bei
Pretzien  an  der  Elbe  ausgeführt  worden;  sie  dient  allerdings  nicht  der  Schiffahrt,  sondern
ausschließlich  den  Zwecken  der  Landeskultur.
Bei  allen  bis  jetzt  genannten  Wehrkonstruktioneu  wurde  das  Niederlegen  des  Stauwerkes ­
  stets  damit  begonnen,  daß  die  eigentliche  Stauwand  Stück  für  Stück  beseitigt  wurde.
Bei  einigen  hatte  dies  von
einem  umlegbaren  Bedieuungsstege
  aus  zu  geschehen,  bei  anderen ­
  war  dazu  eine  feste  Brücke  p  Brücke
gebaut  worden.  Man  hat  aber
auch  Wehrkoustruktionen  erfun-  |  |,  j;  "
den,  die  vom  Ufer  aus  ohne
Überbrückung  des  Flusses  niederlegbar
  sind.  Hierher  gehören
die  Klappenwehre.  Bei  ihnen
besteht  die  Stauwand  aus  nebeneinander ­
  angeordneten,  etwa
1  in  breiten  Klappen,  die  an
einer  quer  über  die  Flußsohle
gehenden  Achse  drehbar  befestigt
sind.  Im  aufgerichteten  Zustande ­
  stützen  sich  diese  mittels
beweglicherStreben  gegenLager
auf  der  Sohle  des  Wehres.
Soll  der  Stau  aufgehoben  werden,  so  zieht  mau  durch  eine  Zahnstange  die  einzelnen
Streben  der  Reihe  nach  von  ihren  Lagern  hinweg,  wodurch  eine  Klappe  nach  der  anderen
niederfällt.  Die  Bewegung  der  Zahnstange  erfolgt  vom  Ufer  aus  durch  ein  Triebwerk.
Für  das  Wiederaufrichten  nud  Feststellen  der  Klappen,  das  ziemlich  schwer  zu  bewerkstelligen ­
  ist,  hat  man  einen  leichten  umlegbaren  Bedienungssteg  vorgesehen.  Besondere
Schwierigkeiten  macht  es,  die  Streben  wieder  gegen  das  Lager  zu  stützen.  Man  hat
deshalb  einen  Führuugsschuh  angeordnet.  —  Klappenwehre  dieser  Art  sind  bei  der  Maas-451.

  Trrnninclwrhr.
            
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