Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Hebung  eines  Baggers.

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welche  die  Hebel  bildeten,  mit  den  Tauen  b  d  befestigt.  Die  Stützen  c  wurden  nur  bei
der  Aufstellung  der  Hebelbalken  benutzt.  Im  ganzen  wurden  15  Balken  aufgestellt  und
durch  die  Querbalken  ck  miteinander  verbunden.  An  den  Balkenenden  bei  e  und  auf
zwei  Schleppkähnen  bei  kwurden  zu  Flaschenzügen  gehörige  Blöcke  angebracht  und  Zugtaue
eingescherl.  Jedes  Tau  lief  nach  einer  Winde  (Ir).  Außerdem  wurde  noch  ein  Drahtseil
durch  die  Dampfwinde  eines  Baggers  angezogen.  Mit  Hilfe  dieser  Vorkehrungen
ward  der  Bagger  in  1 1 j i  Stunde  aufgerichtet.  Zur  Hebung  in  der  aufgerichteten
Lage  wurden  Tragtaue  i  benutzt,
die  bereits  vorher  unter  Zuhilfenahme ­
  von  Tauchern  um  den
Bagger  gelegt  worden  waren.
Die  gesamten  Hebungsarbeiten
bedingten  einen  Aufwand  von
35  000  Mark.
Das  Heben  und  Bergen
großer  verunglückter  Schiffe  ist
eine  Aufgabe,  deren  Lösung  in
jedem  einzelnen  Falle  in  einer
besonderen  Weise  erfolgt,  da  die
Verhältnisse,  die  für  dieselbe
maßgebend  sind,  wie  die  Beschaffenheit ­
  des  Wassers,  das
Vorhandensein  von  Flut  und
Ebbe,  die  Tiefe  des  Wassers  u.s.w.
sehr  verschiedenartig  sind.  Die
Größe  und  Lage  des  Schiffes,
die  Art  der  Beschädigung  spielen,
wie  leicht  erklärlich  sein  dürste,
eine  besonders  einflußreiche
Rolle.
Nicht  selten  liegt  ein  Schiff
derart,  daß  bei  gewissen  Wasserständen ­
  der  Schaden  zu  Tage
tritt.  In  einem  solchen  günstigen ­
  Falle  bereitet  die  Dichtung ­
  des  in  dem  Schiffsrumpf
etwa  durch  einen  Zusammenstoß
entstandenen  Loches  keine  allzu
großen  Schwierigkeiten.  Man
stellt  zu  diesem  Zwecke  ein  sogenanntes ­
  Kissen  her,  das  aus
Segeltuch  und  Werg  besteht  und
sich  gut  an  die  Schiffswand  anpaßt. ­
  Fängt  man  nun  an,  den
Schiffsraum  leer  zu  pumpen,  so
Preßt  das  Wasser,  sobald  es
außen  etwas  höher  steht  als  im  Schiffsinneren,  das  Kissen  immer  fester  gegen  die
Schiffswand  und  dichtet  es  immer  vollkommener  ab.  Ist  das  Schiff  flott  geworden,
d.  h.  hat  es  sich  vom  Boden  abgehoben  und  schwimmt  wieder,  so  wird  es  in  ein  Dock
geschafft  und  ausgebessert.  —  Das  gleiche  Prinzip  liegt  dem  in  Abb.  580  dargestellten
Verfahren  zur  Ausbesserung  einer  Kaimauer,  an  einer  unter  Wasser  liegenden  Stelle,
zu  Grunde.  Der  offene  Caisson  wird  in  diesem  Falle  wie  ein  sogenanntes  Kissen
durch  den  äußeren  Wasserdruck  bei  Entleerung  des  inneren  Raums  fest  gegen  die
Mauer  gepreßt.

880.  Ansilesfernng  einer  Kaimauer,
ajitt  Hilfe  eines  offenen  Caissons.

IX  74
            
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