Full text: Bankpolitik

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II. Der Geldmarkt. 
kvechselportefeuille in Millionen Francs: 
Batik von 
Cr6dit 
Comptoir 
Soci6t£ 
Credit 
Frankreich 
Lyonnais 
d'Bseompte 
generale 
industriel 
1881 1324 
178 
111 
98 
64 
1912 1719 
1411 
947 
864 
124 
Nicht ebenso scharf, aber doch in gleicher Richtung 
vollzog sich die 
Entwicklung in 
Deutschland. 
Es betrug 
das Wechselportefeuille (die 
Ziffern für 1880 
aus Sngckers 
a. a. G.) 
in Millionen 
Mark: 
Reichsbank 
Deutsche 
Diskonto 
Dresdner 
Darmstädter 
Bank 
gesellschaft 
Bank 
Bank 
1880 376 
37 
37 
4 
7 
1912 1238 
646 
232 
286 
121 
Im Effektenkredit ist die Bank von Frankreich gegenüber den 
Kreditbanken noch immer im Vorsprung- es betrugen die Lffekten- 
kredite zu Ende 1912 (in Millionen Francs): 
bei der Bank Crddit Comptoir Societe Credit 
von Frankreich Lyonnais d’Escompte generale industriel 
717 360 238 377 68 
In Deutschland dagegen ist die Reichsbank nicht berechtigt auf 
Grund von Lombarddarlehen Roten auszugeben, sie kann hiezu nur 
die Depositen und allenfalls ihr Eigenkapital verwenden. Diese Kredite 
haben niemals eine sehr große Ausdehnung erlangt und bewegen sich 
namentlich seit 1912 infolge der Erhebung einer vierzehntägigen Zu 
schlags für Lombardkredite zum chuartalsende innerhalb sehr enger 
Grenzen,- es betrugen zu Ende 1913 die Effektenkredite (in Millionen 
Mark): 
b. d. Reichsbank 
(Effekten- und 
Warenlombard) 
Deutschen Bant 
(Report und 
Lombard) 
Diskonto 
gesellschaft 
Dresdner Bank 
Darmstädter 
Bank 
86 
233 
105 
109 
110 
Effekten- und 
Marenoorschüsse 
| 217 
134 
116 
17 
Die Effektendebitoren sind sowohl bei den deutschen 
wie bei den 
französischen Kreditbanken nicht mitgerechnet. 
Die Bedeutung der Notenbanken als direkte Kreditgeber auf dem 
Geldmarkt ist daher in den drei führenden europäischen Wirtschafts 
gebieten gegenüber dem Einfluß der Kreditbanken zurückgegangen.
	        
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